Wir wollen eine Stadt gestalten, in der jeder Mensch teilhaben kann und die niemanden zurücklässt. Eine Stadt, die Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern als Bereicherung sieht und neue Ideen fördert. Eine Stadt, die trotz aktueller finanzieller Herausforderungen handlungsfähig bleibt und in eine nachhaltige, gerechte und lebenswerte Zukunft investieren kann.
Wünschst du dir auch mehr erholsame Natur, mehr passenden Wohnraum oder eine lebendige Innenstadt? Möchtest du, dass wir alle wieder mehr zusammenhalten, miteinander reden und unsere Gemeinschaft genießen?
Erlangen weiterdenken – gemeinsam klimafit in die Zukunft
Wir übernehmen Verantwortung, indem wir heute an morgen denken und in Erlangen unseren Beitrag dazu leisten, dass alle Menschen – auch unsere Kinder und Enkelkinder - in Zukunft gut leben können.
Erlangen hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen und die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als höchste Priorität festgestellt. Das Erreichen der Klimaneutralität ist eine der größten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit, die wir entschlossen angehen wollen.
Der Stadtverwaltung kommt dabei eine besondere Rolle zu. Sie hat nicht nur Einfluss auf den Rahmen für Energienutzung und Mobilität der Einwohner:innen, sondern auch die Aufgabe, die Stadtgesellschaft und die lokale Wirtschaft auf dem Weg in eine lebenswerte Zukunft einzubinden. Sie wirkt selbst als Vorbild. Wir unterstützen die schnellstmögliche Umsetzung des durch den Stadtrat beschlossenen Maßnahmenkatalogs .
Zu diesem Zweck fordern wir einen verbindlichen Umsetzungsfahrplan sowie die Unterlegung der Vorhaben mit den dafür notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen. Der Fokus bei der Umsetzung sollte auf besonders wirksamen Maßnahmen liegen, die mit dem eingesetzten Geld die meiste CO2-Ersparnis liefern. Für die Berechnung wurde mit dem bereits ein passendes Instrument entwickelt. Darüber hinaus priorisieren wir Maßnahmen, die neben der Klimawirkung auch andere positive Effekte für die Erlanger:innen bringen. Da der europäische Emissionshandel ab 2027 auch auf Gebäude und Verkehr erweitert wird und die Kosten für CO2-Emissionen dadurch deutlich steigen, wird eine vorausschauende Politik zur frühzeitigen Emissionsminderung zudem ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.
Energiewende: Der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen senkt Energiekosten und steigert die Unabhängigkeit Erlangens von globalen Märkten und autokratischen Systemen. Dafür werden wir das Potenzial an Photovoltaik auf dem Stadtgebiet schnellstmöglich nutzen. Zusammen mit Nachbarkommunen und den Menschen vor Ort entwickeln und bauen wir Windenergieanlagen.
Wärmewende: Einen Großteil der Energiemenge verbrauchen wir zur Wärmeerzeugung. Auch hier profitiert Erlangen mehrfach vom Umstieg auf erneuerbare Technologien. Die wichtigsten Schritte vor Ort sind dafür die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung, also der Ausbau der Fernwärme mit klimaneutralen Wärmequellen wie (Groß-)Wärmepumpen, Abwärme und Solarthermie. Mit konsequenter Gebäudesanierung sparen wir  Energie und damit Kosten.
Antriebswende: Die Elektromobilität ermöglicht es, im Verkehr unabhängig von fossilen Energielieferungen zu werden. Durch die höhere Effizienz der Elektromotoren sparen wir langfristig Kosten. Wir schaffen stadtweite Ladeinfrastruktur und treiben die Elektrifizierung der Busflotte und des städtischen Fuhrparks voran.
Mobilitätswende: Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Rad- und Fußwegeverbindungen ermöglicht es, kostengünstig, sicher und selbstbestimmt unterwegs zu sein. Die Bewegung fördert unsere Gesundheit.
Ressourcen- & Konsumwende: Durch den Wandel von der Wegwerfgesellschaft hin zur werden Umweltbelastungen reduziert und Innovationen gefördert. Von der Unterstützung des Prinzips Reparieren statt Wegwerfen profitieren insbesondere Menschen mit geringem Einkommen.
Ernährungswende: Eine nachhaltige Beschaffung (bio, fair, regional, saisonal), vielfältige vegetarische und vegane Verpflegungsangebote und lokale Märkte fördern Umweltschutz, Tierschutz, Gesundheit und die Landwirtschaft vor Ort.
Investitionen unterstützen: Wer auf einen klimafreundlicheren Lebensstil umsteigen will, benötigt meist Startinvestitionen. Diese zahlen sich zwar nach wenigen Jahren aus, stellen aber dennoch eine Hürde dar. Um Anreize zu schaffen, werden wir schnellstmöglich das Förderprogramm im Rahmen des Klimaaufbruchs fortführen und insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen ausbauen.
Erlangen als lebenswerte Stadt zu gestalten, bedeutet auch, auf die Klima- und Biodiversitätskrisen zu reagieren. Neben der Vermeidung von weiteren Klimaschäden muss ein Fokus auf die Anpassung an bereits unumkehrbare klimatische Veränderungen gelegt werden. Das werden wir zügig umsetzen. Insbesondere der Schutz der Ressource Wasser, die konsequente Weiterentwicklung von innerstädtischen Grünflächen und Gebäudebegrünung sowie strategisch geplante Maßnahmen zur von innerstädtischen Flächen können Erlangen auf zukünftige Klimaveränderungen vorbereiten. Zusammen mit den Menschen in Erlangen gehen wir dies entschlossen an.
Klimabewusste Stadtentwicklung: In Erlangen wird es heißer, Extremwetter nehmen zu. Dies bedroht die Lebensqualität und Gesundheit von immer mehr Personengruppen. Deshalb ist es umso wichtiger, die vorhandenen Datengrundlagen der Stadt für eine klimabewusste Stadtentwicklung für alle konsequent zu nutzen, sowie von Bebauung freizuhalten.
Hitzeschutz für alle: Zum Schutz von Jung und Alt vor Hitze sollen insbesondere öffentliche Räume wie Einkaufsstraßen, Spiel- und Sportplätze an diese Herausforderungen angepasst werden: Beschattung, Baumpflanzungen und Begrünung, sowie offene Wasserläufe und frei zugängliches Wasser in der Stadt helfen gegen die Hitze.
Entsiegelung, Fassaden- und Dachbegrünung: Um Erlangen für den Klimawandel zu rüsten und lebenswert zu gestalten, setzen wir auf eine vielfältige und durchdachte Begrünung der Stadt. Entsiegelung, Fassaden- und Dachbegrünung helfen dabei, die Aufheizung von Gebäuden zu verringern und verbinden Stadtleben und Natur für mehr Lebensqualität.
Stadtbaumkonzept: Bei Baumpflanzungen zählt Qualität vor Quantität und Baumerhalt vor Baumneupflanzung. Zur Entlastung stark erhitzter Gebiete erarbeiten wir ein Stadtbaumkonzept und beginnen zeitnah mit Entsiegelungsmaßnahmen und Baumpflanzungen an den passenden Standorten. Straßen als auch Grünflächen wie Spiel- und Sportplätze, die erhalten dadurch ein natürliches Gründach.
Flächen neu denken: Wir setzen uns dafür ein, versiegelte Flächen wie brachliegende Gewerbeareale, Baulücken oder leerstehende Immobilien zu reaktivieren und dabei ökologisch aufzuwerten.
Erlangen wird : Mit Hitze, Übernutzung und Versiegelung sinkt auch der Grundwasserpegel in unserer Stadt. Starkregenereignisse überfordern die aktuelle Infrastruktur. Mit dem Konzept der Schwammstadt halten wir das Wasser konsequent in der Fläche und mildern die Folgen von Starkregen.
Lebensräume für Tiere und Pflanzen: Biodiversität ist ein zentraler Bestandteil unserer Stadtentwicklung. Daher sollen städtische Grünflächen nicht nur Erholungsräume für Menschen sein, sondern auch Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten.
Vielfalt statt Schotter: Statt eintöniger Schottergärten fördern wir vielfältige Grün- und Freiflächen sowie und Gemeinschaftsgärten. Diese tragen nicht nur zu Artenvielfalt, sondern auch zum sozialen Miteinander bei.
Innenstadt beleben: Durch Entsieglung und Begrünung wird die Innenstadt zu einem lebenswerten Ort, an dem sich Menschen gerne aufhalten und mit dem sie sich identifizieren. So ergeben sich auch positive Impulse für unsere Geschäfte, Gastronomie und Handwerk.
Unser Ziel ist ein klimafittes Erlangen. Wir setzen auf eine entschlossene Stadtentwicklung, die Lebensqualität nachhaltig sichert und die Stadt für kommende Generationen lebenswert gestaltet.
Haushalt mit Haltung – wirtschaftlich klug und sozial gerecht
Eine verlässliche und zukunftsfähige Finanzpolitik bildet für uns die Grundlage unseres kommunalen Handelns. Aktuell steht die Stadt Erlangen jedoch vor erheblichen finanziellen Herausforderungen: Die bestehende schränken unsere städtische Handlungsfähigkeit massiv ein. Um Erlangen auch in Zukunft lebenswert zu halten und gestalten zu können, braucht es jetzt kluge Entscheidungen, klare Prioritäten und eine enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft.
Wirtschaftsdialog stärken: Der unvorbereitete Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen ist auch die Folge eines mangelnden Dialogs mit unseren Unternehmen in der Vergangenheit. Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wirtschaft hätte möglicherweise Abwanderungen verhindern können. Auf starke Veränderungen bei der Gewerbesteuer hätte frühzeitig reagiert werden können, sodass hohe Rückzahlungen die Stadt nicht völlig unvorbereitet getroffen hätten. Deshalb hat für uns ein enger Austausch mit der lokalen Wirtschaft Priorität. Nur durch einen regelmäßigen Dialog mit unseren Unternehmen können wir frühzeitig auf Entwicklungen reagieren und gemeinsam Lösungen für eine stabile wirtschaftliche Zukunft Erlangens erarbeiten.
Breitere Einnahmenbasis schaffen: Eine stärkere Diversifizierung der städtischen Einnahmen ist dringend notwendig. Dazu gehört sowohl eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit bestehenden Unternehmen und Gewerbetreibenden, als auch die Förderung von Start-ups und die Neuansiedlung von innovativen Unternehmen. Die Stadtverwaltung muss dabei wirtschaftliches Handeln bestmöglich unterstützen. Ein verbesserter Zugang zum Arbeitsmarkt hat ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf und stärkt gleichzeitig die Erlanger:innen in ihrer Unabhängigkeit. Hierzu gehören insbesondere verlässliche und an Arbeitszeiten angepasste Betreuungsmöglichkeiten für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Auch die schnellere Eingliederung in den Arbeitsmarkt von Arbeitskräften aus dem Ausland durch optimierte behördliche Prozesse und gute Bildungs- und Qualifizierungsangebote hilft Menschen und Arbeitsmarkt gleichermaßen. Zudem sollen vermehrt Fördermittel von Bundes- und Landesebene sowie Stiftungen akquiriert werden. Bei Unternehmen und weiteren Dritten wollen wir für mehr finanzielle Unterstützung bei Projekten in der Stadtgesellschaft werben.
Kommunale Finanzhoheit stärken: Wir setzen uns auf allen Ebenen – kommunal, im Land und im Bund – für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in Erlangen ein. Insbesondere kritisieren wir die  unbegründeten und überzogenen Eingriffe des Freistaats in die kommunale Finanzhoheit. Kommunen müssen in die Lage versetzt werden, eigenständig zu investieren, anstatt auf aufwändige Förderprogramme von Land und Bund angewiesen zu sein. Die Stärkung der Gestaltungsmöglichkeiten der Menschen vor Ort muss das Ziel der Steuerpolitik sein.
Anreize für nachhaltiges Handeln: Ein wichtiger Hebel sind aus unserer Sicht innovative Finanzierungsmodelle, die ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen. Die Einführung sinnvoller Verbraucher:innensteuern können nicht nur zusätzliche Einnahmen generieren, sondern auch Anreize für nachhaltiges Handeln schaffen. Beispiele sind die Betten- und Verpackungssteuer, sowie die eigenständigen Regeln für Parkgebühren für Anwohner:innen.
Verantwortungsvoll investieren: Wir stehen für eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik, die Transparenz und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt. Viele unserer Vorhaben in diesem Wahlprogramm stehen unter einem klaren Haushaltsvorbehalt. Sie können nur umgesetzt werden, wenn es die finanzielle Lage ermöglicht. Dennoch ist unser Ziel, auch in finanziell angespannten Zeiten wichtige Zukunftsinvestitionen zu tätigen.
Ausgaben konsolidieren: Wir setzen uns dafür ein, die städtischen Ausgaben nachhaltig zu konsolidieren. Wir schaffen beispielsweise überflüssige Druckerzeugnisse ab, bündeln Doppelstrukturen und setzen auf kostengünstige Open-Source-Beschaffung. Durch den effizienten Einsatz digitaler Lösungen und Künstlicher Intelligenz (KI) optimieren wir Prozesse, kontrollieren Ausgaben und sorgen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern.
Unser Ziel ist ein finanziell stabiles Erlangen, das trotz aktueller Herausforderungen handlungsfähig bleibt. Wir investieren in eine nachhaltige, gerechte und lebenswerte Zukunft.
Stadtgesellschaft im Mittelpunkt – solidarisch, vielfältig und lebendig
Wir setzen uns für eine starke Stadtgesellschaft ein, die soziale Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und kulturelle Vielfalt miteinander verbindet. Ob Wohnen, digitale Teilhabe oder Bürger:innenbeteiligung – wir gestalten Erlangen gemeinsam und zukunftsorientiert.
Wohnen und Arbeiten für alle in einer grünen Stadt
Unsere Vision ist ein Erlangen, in dem jede:r ein passendes Zuhause findet – mitten in einer grünen, lebendigen Stadt. Wohnraum ist ein Schlüssel für soziale Teilhabe, Lebensqualität und wirtschaftliche Stärke. Wir gestalten die Stadt so, dass Natur, Gemeinschaft und modernes Wohnen im Einklang stehen. Viele Menschen in Erlangen sind auf Wohnungssuche oder leben in Wohnungen, die ihren Bedürfnissen nicht entsprechen. Bezahlbarer Wohnraum und geeignete Flächen für neue Wohnungen sind ein knappes Gut. Wir möchten die endliche Ressource Boden schonen, wertvolle Freiflächen erhalten und auf bereits versiegelten Flächen und in die Höhe bauen. Durch nachhaltige Verdichtung und grüne Stadtentwicklung machen wir Erlangen noch lebenswerter.
Wohnen in sozial und ökologisch intakter Umgebung ist ein Menschenrecht und darf nicht zum Luxus werden. Händeringend gesuchte Fachkräfte brauchen bezahlbaren Wohnraum und ausreichend Kinderbetreuungsplätze in der Stadt. Der Wohnungsmarkt ist für unsere Unternehmen ein wesentlicher Faktor bei der Anwerbung von Mitarbeiter:innen. Eine Entspannung reduziert nicht nur die Pendelzeiten für viele Angestellte deutlich. Die Stadt profitiert bei weiterem Zuzug auch von höheren Einnahmen aus der Einkommenssteuer. Mit der GEWOBAU als städtischer Tochter haben wir eine starke Partnerin für bezahlbaren Wohnraum an unserer Seite, mit der wir soziales und ökologisch nachhaltiges Bauen verbinden können: Beispielsweise bietet die die Möglichkeit, energetisch aufzuwerten und gleichzeitig die Miete günstig zu halten. Bei der aktuell schwierigen Förderkulisse für (sozialen) Wohnungsbau setzen wir nicht nur auf das Schließen von Baulücken, die Aufstockung von bestehenden Gebäuden und umsichtige Nachverdichtung, sondern auch auf kreative Konzepte, die uns gleichzeitig bei Herausforderungen in anderen Bereichen helfen.
Gemeinschaftliches Wohnen fördern: Wir unterstützen . Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass die GEWOBAU eine zweite Demenz-WG in Erlangen eröffnet.
Wohnungstausch ermöglichen: Wir unterstützen außerdem die großen Wohnungsgesellschaften dabei, im eigenen Quartier kleinere Wohnungen mit gleicher Miete pro Quadratmeter zum Tausch anzubieten. So sparen die einen bares Geld, die anderen bekommen endlich eine bedürfnisgerechte größere Wohnung.Â
Alleinerziehenden-WGs nach : Wir schaffen öffentlich geförderte Wohngemeinschaften speziell für Alleinerziehende – nach dem erfolgreichen Vorbild aus Berlin.
Leerstand aktivieren, Wohnraumschutz stärken: Wir entwickeln Konzepte, um ungenutzte Wohnungen wieder auf den Markt zu bringen. Dazu weiten wir die aus und sichern so dringend benötigten Wohnraum – effektiv, sozial und kostensparend.
Klimaschonendes und klimaangepasstes Bauen: Wir setzen uns für den Erhalt von Bausubstanz nach dem Grundsatz Sanierung und Umbau vor Abriss und Neubau ein. Wir integrieren Maßnahmen wie passive Kühlung und Begrünung von Anfang an in Neubau und Sanierung.
Faire Grundstücksvergabe: Mit dem Erwerb ungenutzter Flächen fördern wir Flächentauschmodelle. Wir vergeben städtische Grundstücke nach Konzeptqualität statt Höchstpreis – am liebsten in Erbpacht für eine langfristige Stadtentwicklung.
Urbane Quartiere: Wir treiben die Entwicklung urbaner Quartiere voran, die Wohnen und Arbeiten verbinden und dadurch kurze Wege schaffen.
Intelligentes Immobilien- und Flächenmanagement: Die Stadt übernimmt die Rolle der Vermittlerin bei der nachhaltigen Nutzung von Flächen und Gebäuden. Dazu richten wir u.a. ein digitales Portal für Gewerbeflächen und -immobilien ein, das Transparenz schafft und Gewerbetreibenden hilft, schnell passende Angebote zu finden.
Wir gestalten ein Erlangen, in dem Wohnen für alle möglich ist – sozial, ökologisch und zukunftsfest. Denn ein sicheres Zuhause ist die Basis für ein gutes Leben.
Digitaler Raum - mehr Demokratie durch digitale Vernetzung
Soziale Medien, das Internet und die dort geteilten Informationen prägen den politischen Austausch wie nie zuvor. Smartphones, Messenger und Online-Meetings verbinden Menschen über Grenzen hinweg und sind. Sie sind aus der modernen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. E-Sport, Influencer:innen und Online-Communities sind längst Teil unserer Alltagskultur. All das eröffnet neue Möglichkeiten, sich zu vernetzen, sich einzubringen und wichtige Informationen schnell und direkt zu teilen. Die Chance aufmehr Demokratie durch digitale und mobile Vernetzung waren nie größer als heute.
Digitale Teilhabe für alle: Wir bauen die Website erlangen.de zu einer umfassenden und sprachlich niedrigschwelligen Informations- und Beteiligungsplattform aus. Demokratische Austausch-Plattformen mit Bezug zu Erlangen, wie z.B. den ClimateHub, unterstützen wir.
E-Sport und neue Kulturformen fördern: Wir unterstützen Erlanger Sportvereine im E-Sport-Bereich und Initiativen für Digitalkultur und -kunst.
Datenschutz sichern: Wir achten konsequent auf Datensicherheit und informationelle Selbstbestimmung. Deswegen bevorzugen wir , um die Abhängigkeit von (außereuropäischen) Konzernen zu verringern. Das spart langfristig Kosten und stärkt regionale IT-Unternehmen.
Digitale Verwaltung: Wir machen Behördengänge digital möglich – unabhängig von Öffnungszeiten, unkompliziert und ressourcenschonend für Einwohner:innen und Verwaltung. Darüber verschlankt dies auch Verwaltungsprozesse und verbessert die Vernetzung zwischen den Ämtern.
Mehr Tempo für digitale Lösungen: Wir setzen auf den verantwortungsvollen Einsatz von KI und rasche Erprobung digitaler Lösungen im gesicherten Umfeld, um schnelle Anpassungen an reale Bedürfnisse zu erzielen. Beim Einsatz von KI verpflichten wir uns zu Transparenz und Nachvollziehbarkeit und prüfen aktiv mögliche Diskriminierungseffekte. Vereinfachte, innovationsfreundliche Vergabeverfahren binden Start-ups und lokale Anbieter:innen besser ein.
Energieeffiziente IT-Infrastruktur: Digitale Anwendungen und vor allem Künstliche Intelligenz verbrauchen Unmengen an Strom und Kühlkapazitäten. Beim Ausbau der städtischen IT-Infrastruktur und bei der Wahl der Dienstleistungsunternehmen achten wir konsequent auf nachhaltige Lösungen und innovative Systeme wie Abwärmenutzung.
Wir nutzen die digitale Welt als Werkzeug für mehr Miteinander, mehr Beteiligung und mehr Lebensqualität – in einem Erlangen, das digital verbunden ist und menschlich nah bleibt.
Orte des Austausches und Kultur für alle
Neben den zentralen Treffpunkten in den Stadt- und Ortsteilen gestalten wir auch die Innenstadt zu einem lebendigen Identifikationsort – nicht nur durch stadtplanerische Aufwertung. Wir vernetzen die bestehenden, breit gefächerten Kulturorte. Außerdem sorgen wir für eine faire Förderung der engagierten Vereine und Initiativen in allen Bereichen, damit Kultur, Gemeinschaft und Kreativität in ganz Erlangen sichtbar und erlebbar werden.
Kreativwirtschaft stärken: Wir entwickeln die Kultur- und Kreativszene mit ihren bereichernden Angeboten als wichtigen Teil eines lebenswerten Erlangens und als Wirtschaftsfaktor weiter. Temporäre kreative Zwischennutzungen werden erleichtert. Leerstand und Projekte bringen wir gezielt und digital gestützt zusammen („digitales Matching“).
Gelebte Transformation: Wir gestalten Kulturorte als Räume der praktizierten Veränderung – für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und sozialen Zusammenhalt mit Multiplikator:innenwirkung.
Kultur für alle – direkt vor Ort: Wir bringen Kultur dorthin, wo die Menschen sind – mit niedrigschwelligen, vielfältigen und kostenfreien Angeboten im öffentlichen Raum, für jedes Alter und barrierearm zugänglich. Die Kooperation mit Vereinen und Initiativen werden wir deutlich verstärken.
Mehr Orte ohne Konsumzwang: Wir schließen in Erlangen eine Lücke und schaffen neue Treffpunkte zum Verweilen, Genießen, Picknicken, Sporttreiben und für Kulturangebote ohne Kaufpflicht – offene Orte, an denen Menschen aller Generationen und mit unterschiedlicher Lebenserfahrung einfach zusammenkommen können.
Alltagstaugliche Sport- und Aufenthaltsflächen: Wir schaffen wohnortnahe Orte für Bewegung und Erholung für jedes Wetter – mit Überdachung und Beleuchtung im Einklang mit dem Artenschutz.
Barrierearme Infrastruktur: Wir bauen kostenfreie, barrierearme Sportangebote und Spielplätze aus. Dazu gehören auch kostenfreie, barrierearme, öffentliche Toiletten mit Wickelmöglichkeiten zu denen alle Geschlechter Zugang haben.
Ehrenamt stärken: Wir unterstützen das , um freiwillig Engagierte besser zu vernetzen, fortzubilden und langfristig zu begleiten.
Wir machen Erlangen zu einer Stadt voller lebendiger Orte – offen, inklusiv und kreativ. Denn Kultur entsteht dort, wo Menschen sich begegnen.
Bürger:innennähe - Beteiligungsmöglichkeiten und Chancengleichheit für alle
Wir verbinden die Chancen des digitalen Raums mit lebendigen Beteiligungsformen vor Ort. In Erlangen gestalten wir Entscheidungen gemeinsam, transparent, fair und auf Augenhöhe. Auch in finanziell herausfordernden Zeiten setzen wir auf Kreativität und Zusammenhalt: Mit Stadtteilbudgets und Bürger:innenhaushalten stärken wir das Vertrauen in eine gerechte und gemeinwohlorientierte Verwendung unserer Ressourcen. So wächst eine Stadtgesellschaft, die füreinander Verantwortung übernimmt und Zukunft gestaltet. Bürger:innennähe bedeutet für uns auch Chancengleichheit für alle Einwohner:innen. Klassische Beteiligungsformate erreichen hauptsächlich gut vernetzte Menschen. Wir wollen alle beteiligen.
Partizipation auf Augenhöhe: Wir schaffen frühzeitige, offene Beteiligungsmöglichkeiten mit klarer Kommunikation über rechtliche Rahmenbedingungen, den Zeitplan und wie die Beteiligungsergebnisse in Entscheidungen einfließen.
Engagement ernst nehmen: Wir binden Stadtteil- und Ortsbeirät:innen sowie thematische Gremien wie das Jugendparlament, den Nachhaltigkeits- oder Senior:innenbeirat stärker in die Planung ein und geben ihnen ausreichend Zeit für Stellungnahmen.
Beteiligung für alle: Wir nutzen zur Einrichtung von Bürger:innenräten. Bei der Erarbeitung des „Klima-Aufbruchs“ und bei den StUB-Planungen wurde dieses Verfahren bereits erfolgreich erprobt. Wir setzen es erneut ein, um gemeinsam die große Transformation für eine klimaneutrale, sozial gerechte und gesunde Stadt zu gestalten.
Demokratie verteidigen: Wir treten entschieden politischer Hetze und der extremen Rechten entgegen – ob im Sportverein, im Stadtrat oder auf dem Spielplatz. Als Vertreter:innen der Stadt handeln wir schnell, klar und unmissverständlich.
Diskriminierung bekämpfen: Wir setzen ein klares Zeichen gegen den in der Breite der Gesellschaft wachsenden Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus und jede Form von Diskriminierung. Wir stärken Betroffene, nehmen sie ernst und binden sie aktiv in Entscheidungsprozesse ein.
Vielfalt unterstützen: Wir fördern das Queere Zentrum, die städtische Gleichstellungsstelle, die Antidiskriminierungsberatung sowie den Ausländer- und Integrationsbeirat als zentrale Anlaufstellen für Teilhabe und Gleichberechtigung.
Frauen und Kinder schützen: Wir sichern langfristig die Finanzierung für das Frauenhaus, das JugendKinderHaus FH und den Frauennotruf als lebenswichtige Anlaufstellen für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder. Insbesondere wollen wir gemeinsam mit Akteur:innen der Stadtgesellschaft verstärkt an Präventionsmaßnahmen arbeiten.
Stadtteile sozial stärken: Wir investieren gezielt in benachteiligte Stadtteile mit hohem Sozialindex und wenig Angeboten von Stadt, Vereinen und Initiativen. Dort schaffen wir Beratungsangebote und Begegnungsorte, um das gesellschaftliche Miteinander zu stärken und gesellschaftlichen Spaltungstendenzen entgegen zu wirken..
Erlangen als „Sicherer Hafen“: Wir erneuern den Stadtratsbeschluss von 2018, der auf Initiative der Seebrücke die Stadt Erlangen zu einem „Sicheren Hafen“ für Geflüchtete erklärte. Wir setzen uns dafür ein, dass die Ausländer:innenbehörde ihre rechtlichen Spielräume zugunsten Schutzsuchender ausschöpft.
Integration ermöglichen: Wir fördern interkulturelle Kompetenzen in der Verwaltung und stärken die Geflüchteten- und Migrationsberatung und unterstützen den Bürokratieabbau insbesondere bei Deutschkursen, der Wohnungssuche und der Integration in den Arbeitsmarkt.
Demokratie lebt vom Mitmachen. Wir schaffen eine Stadt, in der Beteiligung einfach möglich ist – weil jede Meinung zählt und jede:r das Gemeinsame mitgestalten kann.
Bildung und Familie – Chancen schaffen, Zukunft sichern
Wir gestalten ein Erlangen, in dem Kinder sicher aufwachsen, Jugendliche mitbestimmen, Familien unterstützt und ältere Menschen würdevoll begleitet werden. Um für die Auswirkungen des eigenen Handelns zu sensibilisieren, stärken wir Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bereichen.
Unsere Vision ist eine lebendige, solidarische Stadt, in der Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe für alle und das Kindeswohl im Mittelpunkt stehen. Familien und Sorgearbeit – ob privat oder professionell – bilden das Fundament für gesellschaftlichen Zusammenhalt.Â
Von Anfang an: Frühkindliche Bildung als Herzstück
Die ersten Lebensjahre prägen ein Kind für das ganze Leben. Hier werden Weichen gestellt – für soziale Kompetenz und für Freude am Lernen. Chancengerechtigkeit in der frühkindlichen Bildung hat deshalb für uns Priorität. Außerdem wollen wir auch Kinder an demokratischen Prozessen beteiligen. Unser Ziel ist es, jede bestehende Kindertagesstätte (Kita) in Erlangen zu einem förderlichen und anregenden Ort für unsere Kinder zu gestalten und sie bei Bedarf weiter auszubauen.
Betreuungsschlüssel verbessern: Ein guter Personalschlüssel ist entscheidend für die Qualität in Kitas. Daher werden wir durch die Einstellung zusätzlicher Fachkräfte die Erzieher:innen entlasten und die pädagogische Arbeit verbessern.
Ausbildung stärken: Wir wollen in Erlangen in Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen der Region eine Fachakademie für Erzieher:innen aufbauen, die  ausbauen und Quereinstiege durch Teilzeitmodelle erleichtern.
Gleichwertige Förderung aller Träger: Städtische und freie Träger leisten gemeinsam wertvolle Arbeit. Entsprechend unterstützen wir sie fair und partnerschaftlich statt im Wettbewerb.
Kitas als Familienzentren: Kitas sollen Bildungsorte und zugleich verlässliche Anlaufstellen für Familien im Stadtteil sein.
Inklusion vorantreiben: Inklusive Plätze in städtischen Einrichtungen müssen gezielt gefördert und ausgebaut werden, um Teilhabe und Vielfalt im Alltag der Kinder zu sichern. Inklusion bedeutet für uns mehr als nur . Wohnortnahe Bildung und Betreuung: Kurze Wege und ein stabiles Umfeld sind gerade für kleinere Kinder besonders wichtig, um nach und nach ihre Umwelt zu erobern. Daher schaffen wir Betreuungsangebote in jedem Stadtteil und ermöglichen so die Stärkung sozialer Bindungen und Netzwerke, Sicherheit, Orientierung und wachsende Selbständigkeit.
Bedarfsgerechte Betreuungszeiten: Früh- und Spätbetreuung bauen wir den Bedarfen von Kindern und Eltern entsprechend weiter aus.
Kulturelle Angebote: Kulturelle Bildung für alle gehört für uns von Anfang an ganz selbstverständlich dazu. Daher werden wir die Zusammenarbeit von frühkindlichen Bildungseinrichtungen und Musikschule sowie Jugendkunstschule intensivieren.
Natur-, Wald und Erlebnispädagogik: Natürliche Lebensumgebungen sind die besten Garanten für eine frühe und natürliche Umweltbildung und für eine gesunde und kindgerechte Entwicklung. Wald- und Naturkindergärten sowie ähnliche Konzepte stärken wir daher gezielt.
Lernort Natur: Wir fördern altersgerechtes Spielen und Lernen in der Natur. Daher erhalten alle Kitas und Schulen Zugang zu grünen Freiflächen mit Baumbestand.
Wir schaffen für jedes Kind einen guten Start ins Leben – mit sicheren, inspirierenden Lernorten, die Freude am Entdecken wecken und Familien stärken.
Für eine Schullandschaft, die alle mitnimmt
Unsere Stadt wächst und damit auch der Bedarf an Schulplätzen. Wir stehen für eine vorausschauende Bildungsplanung ein, die die demografischen Entwicklungen ernst nimmt und rechtzeitig handelt. Bildung ist der Schlüssel zu einer gerechteren, nachhaltigeren und demokratischen Zukunft. Unsere Kinder verbringen einen Großteil ihrer Jugend in der Schule. Diese Lebensräume müssen zu noch attraktiveren, inklusiven Lern- und Begegnungsorten und zu Vorbildern für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimaanpassung werden. Vorhandene Fördermöglichkeiten für Baumaßnahmen müssen gezielter und in deutlich größerem Umfang genutzt werden als bisher, um dem Sanierungsstau besonders im Grundschulbereich zu begegnen. Schulen in Stadtteilen mit größeren Herausforderungen benötigen auch größere Aufmerksamkeit und mehr Ressourcen.
Jugendsozialarbeit an jeder Schule: Kinder und Jugendliche brauchen in der Schule mehr als nur Unterricht. Sie brauchen auch Ansprechpartner:innen, die ihnen bei persönlichen, sozialen und familiären Herausforderungen zur Seite stehen – deshalb machen wir uns stark für den Zugang zu Jugendsozialarbeit an jeder Erlanger Schule. Schutzkonzepte gegen Gewalt: Wir verankern flächendeckend Schutzkonzepte an allen Schulen, um Präventionsmaßnahmen und Betroffene von Gewalt strukturell zu stärken. Ganztag qualitätsvoll ausbauen: Ab dem Schuljahr 2026/27 beginnt das Recht auf schulische Ganztagsbildung und -betreuung. Der Ganztag ist mehr als verlängerte Unterrichtszeit. Er bietet die Chance, Schule neu zu gestalten. Wir setzen uns für den qualitätvollen Ausbau des Ganztags ein. Verlässliche Ferienbetreuung: Wir bauen die Ferienbetreuung für Schulkinder aus und sichern sie rechtlich ab, um Familien echte Planungssicherheit zu geben. Gesundes Schulessen: Wir sorgen für ausgewogene Verpflegung, setzen die  verbindlich um und fordern einen zunehmenden Anteil an bio-regionalen Lebensmitteln in allen Einrichtungen gemäß dem Fahrplan Klimaaufbruch. Chancengleichheit fördern: Wir bauen die  weiter aus, damit jedes Kind die gleichen Bildungschancen hat. Eltern gezielt unterstützen: Wir schaffen Beratungsstellen direkt an Schulen, die Eltern Orientierung geben und frühzeitig unterstützen. Kommunikation verbessern: Wir stärken den Austausch zwischen Verwaltung, Schulen, Eltern und weiteren Akteur:innen, um die Zusammenarbeit transparenter und effizienter zu gestalten. Versprechen auf Inklusion einlösen: Um unsere inklusive Bildungslandschaft strukturiert weiterzuentwickeln, Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen zu erleichtern und von den Erfahrungen anderer Regionen zu profitieren, bewirbt sich Erlangen beim Landesprogramm "" und erhält so wertvolle Unterstützung. Schulsanierungsplan überdenken: Angesichts der aktuellen Haushaltslage überprüfen wir die Priorisierung im Schulsanierungsprogramm. Dabei werden wir soziale Aspekte, Inklusion und Integration besonders berücksichtigen. Zukunftsfähige Schulgebäude: Wir setzen uns für Schulen als hochwertige Lebens- und Lernräume ein, in denen Nachhaltigkeit selbstverständlich ist – mit Fassadenbegrünung, Solaranlagen und Flächenentsiegelung als festen Bestandteilen. Mehr IT-Support an Schulen: Schulen brauchen in ihrem zunehmend digitalen Alltag professionelle Unterstützung, daher stellen wir mehr IT-Fachkräfte und Administrator:innen dazu bereit. Kooperationen ausbauen: Um vielfältige Lern- und Entwicklungschancen zu fördern, vernetzen wir Schulen stärker mit Kultureinrichtungen, Vereinen und Bildungsanbieter:innen. BNE und Umweltbildung stärken: Wir machen Schulen zu Lernorten für Zukunftsfähigkeit, indem wir Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umweltprojekte gezielt im Schulalltag integrieren. Wir stärken zudem die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Bildung für Umwelt und Nachhaltigkeit Erlangen.
Wir gestalten Schulen als lebendige Orte, an denen alle Kinder und Jugendlichen ihre Talente entfalten, sich wohlfühlen und gemeinsam Zukunft gestalten.
Jugend ernst nehmen – Zukunft gemeinsam gestalten
In Zeiten, in denen demokratische Werte offen angegriffen werden, ist Demokratiebildung wichtiger denn je. Wir verstehen sie als Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft und werden die Kooperation zwischen allen Akteur:innen stärken. Besonders am Herzen liegt uns die Jugendbeteiligung.
Mehr Raum für Jugend: Öffentliche Orte gestalten wir als sichere Räume zum Treffen, Lernen und Gestalten, ohne Konsumzwang. Dazu statten wir unter anderem Jugendclubs mit mehr Personal und flexibleren Förderstrukturen aus.
Naherholung für alle: Naherholungsgebiete machen wir für Jugendliche und Familien ohne Auto gut erreichbar – durch einen besseren, mitgedachten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Sport, Spiel und Grünflächen in der ganzen Stadt: Wir errichten wohnortnahe, gut ausgestattete Sport- und Spielflächen in allen Stadtteilen – für Kinder und Jugendliche jeder Altersgruppe. Im Zuge der Klimaanpassung werden diese Orte mit schattenspendenden Bäumen bepflanzt. Auch Wasserspielplätze tragen zur Kühlung bei. Die Gestaltung von öffentlichen Räumen mit Wasserläufen und Wasserspielen schafft Anziehungs- und Erlebnisräume.
Ein starkes Jugendparlament: Dem Jugendparlament geben wir mehr Handlungsspielraum, echte Mitbestimmung und ein reformiertes Wahlverfahren, damit junge Stimmen mehr Gewicht bekommen.
Jugendbeteiligung ernst nehmen: Jugendbeteiligung verankern wir als Querschnittsaufgabe und Grundhaltung in der Stadtverwaltung. Junge Menschen sollen mitsprechen und mitgestalten können. Die Ergebnisse des wollen wir gemeinsam mit dem Stadtjugendring in die Umsetzung bringen.
Digital denken, jugendgerecht handeln: Digitale Angebote entwickeln wir so, dass sie junge Menschen wirklich erreichen – mit echter Ansprache auf Augenhöhe und orientiert an ihrer Lebenswelt.
Bibliotheken für junge Menschen: Wir schaffen eine moderne Kinder- und Jugendbibliothek, eine „“ und offene Treffpunkte zur freien, selbstbestimmten Nutzung.
Wir geben jungen Menschen Raum, Stimme und Verantwortung – weil ihre Ideen und ihr Engagement unsere Stadt lebendig und zukunftsfähig machen.
Stadt für alle – Gemeinschaft leben
Erlangen ist unser Zuhause – ein Ort, an dem wir gemeinsam leben, lieben und wachsen. Damit sich hier alle wohlfühlen, müssen wir unsere Stadt mit allen und für alle planen: Nicht mit dem autozentrierten Blick durch die Windschutzscheibe, sondern für die unterschiedlichen Lebensweisen und Bedürfnisse von Frauen, Männern und Nicht-Binären, Jungen und Alten, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Kinder brauchen sichere Spielplätze und Platz zum Entdecken der Natur, Ältere schattige Bänke zum Ausruhen. Familien brauchen Raum zum Wohnen, verlässliche Unterstützung in schwierigen Zeiten und sichere Wege für ihre Mobilität. Wir sehen die Herausforderungen, vor denen viele stehen – von der Suche nach bezahlbarem Wohnraum bis zur Schaffung von Orten, an denen Gemeinschaft entstehen kann.
Alleinerziehende stärken: Wir fördern gezielt Projekte für Alleinerziehende wie „Mama Mia“ und das Zentrum für Alleinerziehende, damit niemand den Alltag allein stemmen muss.
ErlangenPass weiterentwickeln: Den  bauen wir aus, damit Teilhabe keine Frage des Geldbeutels ist.
Inklusion vernetzen: Inklusion denken wir weiter und stärken die Zusammenarbeit aller Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigung.
Familienbeirat einrichten: Um Familien eine starke Stimme in der Stadtpolitik zu geben, gründen wir einen unabhängigen Beirat mit echter Mitbestimmung.
Kinder- und familiengerechte Räume schaffen: Öffentliche Räume gestalten wir von Anfang an kinder- und familienfreundlich und denken dies unter Einbindung von Interessensvertretungen in jeder Bau- und Verkehrsplanung mit.
Gendergerechte und feministische Stadtplanung: Wir konzipieren die Stadt aus den Perspektiven aller Geschlechter und schaffen so mehr Sicherheit und Selbstbestimmung, insbesondere für Frauen. Lebendige, sozial gemischte Quartiere bilden dafür die Grundlage.
Begegnungsorte fördern: Neben gemeinschaftlichen Wohnformen schaffen wir auch Gärten und Begegnungsstätten, in denen sich Jung und Alt sowie Menschen mit und ohne Behinderung gegenseitig unterstützen.
Senior:innenbildung ausbauen: Mit der Stärkung des Senior:innenbildungsprogramms fördern wir lebenslanges Lernen und soziale Teilhabe.
Wir planen unsere Stadt so, dass alle Menschen darin ihren Platz finden – mit Räumen, die Begegnung fördern, Sicherheit geben und Lebensfreude ermöglichen.Â
Mobilität - wir schaffen Wege, die Zukunft möglich machen
Mobilität ist weit mehr als der Weg von A nach B. Sie ist die Grundlage unseres Alltags, unseres gesellschaftlichen Miteinanders und einer zukunftsfähigen Stadt. Wir wollen Erlangen zu einer Stadt machen, in der Mobilität sicher, klimafreundlich, inklusiv und praktisch ist. Wir beginnen nicht bei null, sondern bauen auf die starke Grundlage des . So schaffen wir mit klaren Zielen, konkreten Maßnahmen und dem Mut, neue Wege zu gehen, bis 2032 eine Stadt, die Vorbild für nachhaltige Mobilität ist.
Selbstbestimmt mobil: Wir machen Erlangen barrierearm und mobil für alle
Wir gestalten Erlangen zu einer Stadt mit kurzen und sicheren Wegen für alle Menschen. Ein barrierearmes Fußwegenetz mit taktilem Leitsystem sorgt dafür, dass alle Menschen in jedem Lebensalter selbstbestimmt und sicher unterwegs sind. Mehr sichere Querungen sowie hindernisfreie, breite Gehwege machen das Zu-Fuß-Gehen attraktiv und komfortabel – ganz gleich, ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator. Wir setzen uns für eine barrierearme und moderne ÖPNV-Infrastruktur ein, die Mobilität für alle ermöglicht und erleichtert. So schaffen wir gemeinsam eine lebenswerte und inklusive Stadt, in der niemand zurückbleibt.
Fördermittel nutzen: Wir nutzen die finanziellen Fördermöglichkeiten von Bund und Land bestmöglich, um den barrierearmen Umbau der Bushaltestellen deutlich zu beschleunigen.
Inklusive Verkehrsplanung: Alle – insbesondere auch Kinder - werden bei der Verkehrsplanung aktiv mitgedacht. Taktile Leitsysteme und akustische Ansagen erleichtern sehbeeinträchtigten Menschen die Orientierung. Ausreichend lange Ampelphasen sorgen für ein sicheres und komfortables Queren.
Barrierearmer ÖPNV: Haltestellen werden mit akustischen und visuellen Informationssystemen ausgestattet, Echtzeitdaten des ÖPNV sollen in barrierearme Tools integriert werden.
Sozialticket: Damit Mobilität für alle bezahlbar bleibt, setzen wir uns für ein bezahlbares Sozialticket (vergünstigtes Deutschland-Ticket) im Rahmen des ErlangenPasses ein, das auch bedürftigen Erlanger:innen die Teilhabe am ÖPNV ermöglicht.
Barrierearme Gehwege: Gehwege an wichtigen Kreuzungen und Übergängen werden ebenerdig abgesenkt, ausreichend breit und frei von Hindernissen gestaltet.
Digitale Informationen verbessern: Mit der Unterstützung von bestehenden Open-Source-Tools durch Datenbereitstellung und Finanzierung wollen wir das digitale Informationsangebot über barrierearme Routenoptionen, zu Hindernissen sowie barrierearmen Zugängen, Toiletten und Parkplätzen verbessern.
KI im Verkehr: Künstliche Intelligenz wird eingesetzt, um Staus und Emissionen zu reduzieren, den ÖPNV zu optimieren und die Suche nach Parkplätzen und E-Ladesäulen zu erleichtern.
Gemeinsam gestalten wir Erlangen inklusiv, barrierearm und zukunftsfähig – für eine Stadt, die für alle da ist.
Wir bringen den Radverkehr in Erlangen auf die Überholspur
Wir gestalten eine Zukunft, in der das Radfahren im Mittelpunkt unserer Mobilität steht. Gemeinsam schaffen wir urbane Räume, in denen Radfahren sicher, komfortabel und für alle Generationen möglich ist. Unsere Straßen werden lebendige Verbindungen, die Menschen aktiv, umweltfreundlich und gesund durch den Alltag begleiten. Mit nachhaltigen Konzepten und innovativen Lösungen bauen wir eine Radinfrastruktur, die den Bedürfnissen aller gerecht wird. Unser Ziel: .
Regelmäßige Überprüfungen: Wir führen regelmäßige Checks durch, um sicherzustellen, dass bestehende Radwege frei von gefährlichen Stellen bleiben. Markierungen, Fahrbahnbeläge und Beschilderungen werden bei Bedarf erneuert.
Schutz beim Radfahren: An Kreuzungen und Abschnitten mit hohem Konfliktpotenzial schaffen wir physisch geschützte Radwege, zum Beispiel durch Abtrennungen zwischen Straße und Radweg.
Parkraumkontrolle: Wir sorgen für konsequente Kontrollen - soweit möglich auch mit technischen Hilfsmitteln - und die Entfernung parkender Fahrzeuge, die Fuß- und Radwege blockieren.
Radschnellwege: Mit der Planung und Umsetzung spezieller Radschnellwege verkürzen wir die Pendelzeiten Richtung Herzogenaurach, Nürnberg und Fürth und schaffen fahrradfreundliche Vorzeigegebiete in Erlangen.
Verkehrsbündelung: Durch die Bündelung des Autoverkehrs auf Hauptstraßen reservieren wir Nebenstraßen verstärkt für Rad- und Fußverkehr.
Baustellenmanagement: Bei Baustellen sorgen wir rechtzeitig für attraktive und sichere Alternativrouten, damit niemand ausgebremst wird.
Grün-Pfeile: Wir setzen Grün-Pfeile für Radfahrende konsequent um, um den Radverkehr flüssig zu halten.
Fahrkomfort: Wir fördern hochwertigen, glatten Fahrbahnbelag, der schnell instandgesetzt werden kann und sicheren Komfort von jung bis alt bietet.
Fahrradparkhäuser: An Bahnhöfen wie dem Erlanger Bahnhof und der Haltestelle Paul-Gossen schaffen wir ausreichend überdachte Fahrradparkhäuser mit Reparaturmöglichkeiten. Wir setzen uns auch für mehr sichere und überdachte Fahrradstellplätze an Schulen, Universität und Arbeitsplätzen ein.
Sicherheitstrainings: Wir wollen mehr Angebote für Radfahrtrainings fördern, um Menschen zu unterstützen, die sich beim Radfahren unsicher fühlen. Dies dient der Unfallprävention und fördert die Mobilität sowie Gesundheit der Menschen aller Altersgruppen.
Winterdienst: Mit optimierten Winterdiensten sorgen wir dafür, dass Rad- und Fußwege selbst bei Eis und Schnee sicher befahr- und begehbar bleiben – natürlich umweltverträglich.
Mit mehr Sicherheit, mehr Komfort, mehr Fahrrad radeln wir gemeinsam in eine lebenswerte Zukunft für Erlangen.
Flächen, Energie, Personal und Finanzmittel sind endlich. Deswegen: emissionsarm und gerecht
Wir setzen uns für eine emissionsarme und flächensparende Mobilität ein. Statt Straßen und Autobahnen immer weiter auszubauen, wollen wir den Verkehr intelligenter lenken. Mehr Fahrspuren lösen keine Verkehrsprobleme, sondern führen zu neuen Herausforderungen. Deshalb denken wir Straßeninfrastruktur neu und unterstützen zukunftsfähige Mobilitätskonzepte, die unsere Stadt entlasten und lebenswerter machen.
Bildungsinitiativen: Wir wollen, dass nachhaltige und barrierearme Mobilität von klein auf selbstverständlich wird und unterstützen Programme wie Mobilitätstage, die Kindern und Jugendlichen umweltfreundliche Verkehrswege näherbringen und sie für nachhaltige Mobilität begeistern.
Kreative Aktionen: Mit Wettbewerben, Kampagnen und praktischen Projekten motivieren wir die Stadtgesellschaft zum Mitmachen und sensibilisieren für eine lebenswerte, naturnahe Umgebung.
Gesellschaftliche Teilhabe: Mit Aktionen wie „Halte den Gehweg frei“ oder Schulprojekten und Perspektivwechsel-Veranstaltungen schaffen wir Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Auch Entscheidungsträger:innen sollen erleben, wie wichtig barrierearme Wege im Alltag sind.
Straßenräume für alle: Mit der Öffnung von Straßen für besondere Anlässe ermöglichen wir es, dass andere Nutzer:innen sich diese Räume aneignen können und neu über die Aufteilung des Verkehrsraums nachdenken.
Naturverträglicher Straßenraum: Straßenräume werden so gestaltet, dass grüne und blaue Infrastruktur – z.B. Begrünung und Regenwassermanagement – bei der Planung und Umsetzung von Verkehrsflächen integriert werden. Unter anderem ermöglichen wir gezielte Versickerung von Niederschlagswasser auf öffentlichen Plätzen und in Straßen über Mulden und Rigolen am Straßenrand.
Nein zum Ausbau der A73: Wir nutzen alle städtischen Handlungsspielräume, um die finanziellen Mittel für den Ausbau der A73 sinnvoll in andere Mobilitätsprojekte zu investieren.
So gestalten wir gemeinsam eine nachhaltige, gerechte und bedürfnisgerechte Mobilität für alle.
Unsere Innenstadt: lebendig, attraktiv und gut erreichbar
Wir wollen die Innenstadt zu einem Ort machen, an dem man sich gerne aufhält, einkauft, flaniert und sich begegnet. Dafür setzen wir auf eine behutsame, aber deutliche Neugestaltung. Mit , verkehrsberuhigten Quartieren und lebendigen Nachbarschaften steigern wir die Aufenthaltsqualität spürbar: weniger Lärm, bessere Luft und mehr Raum zum Leben.
Fußgänger:innenbereiche erweitern: Die bestehenden Fußgänger:innenbereiche weiten wir von den Arcaden und der Henkestraße bis zum Martin-Luther-Platz aus. Mit dem Bau der Stadt-Umland-Bahn (StUB) und der damit verbundenen Verlegung der Buslinien ist diese Aufwertung der Innenstadt zum Greifen nah.
Knotenpunkte an Fußgängerzonenrändern: Wir richten Hubs ein, die sichere Fahrradabstellanlagen, Sharing-Angebote und gute ÖPNV-Anbindung nahtlos, bequem und barrierearm verbinden.
Superblock-Prinzip: Wir prüfen, welche Bereiche nach dem Superblock-Prinzip umgestaltet werden können, um Durchgangsverkehr zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu steigern.
Gut erreichbar aus dem Umland: Egal, ob Besucher:innen mit dem Auto, dem Bus, dem Zug oder der StUB ankommen - rund um den Bahnhof in der zukünftigen "" finden alle, was sie brauchen: einen Parkplatz mit Lademöglichkeit, barrierearme Fußrouten, ein günstiges Leihrad oder eine Umstiegsoption in die kostenlose City-Linie. So kann die Innenstadt klimafreundlich und kostengünstig erkundet werden.
Neues Parkkonzept: Parkplätze in der Innenstadt sollen künftig vor allem für kurzzeitiges Be- und Entladen genutzt werden, um Dauerparken und unnötigen Verkehr zu vermeiden. Dabei fließen die Ergebnisse des Pilotprojekts am Bohlenplatz ein.
Beschäftigtenparkplätze: Für Beschäftigte in der Innenstadt schaffen wir bezahlbare Parkmöglichkeiten, um Straßen zu entlasten und den lokalen Handel zu stärken. Kleine Verteilzentren, sogenannte Micro-Hubs,Mikro-Hubs und Lastenräder organisieren den Lieferverkehr umweltfreundlich und effizient.
Parkleitsystem: Ein digitales System sorgt für eine kluge Steuerung des Parkraums und garantiert, dass die Parkplatzsuche stressfrei und effizient bleibt. Parksuchverkehr gilt es zu minimieren.
Parkraum in der Höhe: Wo möglich, fördern wir Parkhäuser statt versiegelter Freiflächen und streben an, diese langfristig in kommunaler Hand zu halten, um faire und stadtgerechte Steuerung zu gewährleisten.
Nachhaltiger Städtetourismus: Getragen von Ressourcenschonung, Teilhabe und kultureller Offenheit machen wir Erlangen als vielfältiges und inspirierendes Reiseziel sichtbar, indem wir klimafreundliche Mobilität für Gäst:innen stärken, autofreie Stadtbesuche ermöglichen und als Fahrradstadt Angebote wie „Bett&Bike“ unterstützen.
So gestalten wir eine lebendige Innenstadt, die Menschen anzieht und nicht den Verkehr.
Gesundheit und Lebensqualität zuerst! Mobilität sicher gestalten
Wir wollen, dass sich alle Menschen in Erlangen sicher zu Fuß oder mit dem Rad bewegen können – egal, ob Kinder auf dem Schulweg, Senior:innen beim Einkaufen oder Pendler:innen auf dem Weg zur Arbeit. Deshalb setzen wir auf ein durchdachtes Sicherheitskonzept, das Fuß- und Radverkehr gleichermaßen stärkt.
Sichere Überquerungen: Wir schaffen Querungshilfen wie Mittelinseln und vorgezogene Seitenräume, um das Überqueren von Straßen einfacher und sicherer zu machen.
Höhengleiche Übergänge: An Kreuzungen bauen wir höhengleiche Übergänge, die die Sicht verbessern, Konflikte zwischen Autos, Radfahrenden und Fußgänger:innen reduzieren und den Straßenraum übersichtlicher gestalten.
Schulwegsicherheit und Schulstraßen: Mit gezielten Schulwegsicherheitsmaßnahmen ermöglichen wir es Kindern, sicher und selbstbestimmt zu Fuß zur Schule kommen. Wo es sinnvoll ist, führen wir Schulstraßen ein, um ein Verkehrschaos der „Elterntaxis“ direkt vor der Schule zu vermeiden.
Tempo-30-Zonen: Wir weisen weitere Tempo-30-Zonen im Stadtgebiet aus, insbesondere entlang von Schulwegen.
Mobilitätsmanagement: Durch Pilotprojekte wie gestaffelte Schulschlusszeiten entlasten wir den Verkehr an Schulschwerpunkten und erhöhen die Sicherheit.
Regeln einhalten: Wir setzen uns für die konsequente Ahndung von Parkverstößen ein, um die Sicherheit zu gewährleisten und weiten die Verkehrsüberwachung örtlich und zeitlich aus.
Sonderzonen: In sensiblen Bereichen sorgen wir mit klar gekennzeichneten E-Scooter-Zonen dafür, dass Gehwege hindernisfrei und sicher bleiben.
Geschwindigkeitsanzeigetafeln: Wir wollen zur Unfallprävention an deutlich mehr Stellen Geschwindigkeitstafeln mit "Smileys" aufstellen. Diese erinnern daran, wie wichtig angepasste Geschwindigkeit für die Sicherheit aller ist.
So schaffen wir ein Erlangen, in dem sich Groß und Klein sicher und frei bewegen können – Schritt für Schritt, Tritt für Tritt.
Starker ÖPNV, clevere Vernetzung, smarte Zukunft – so bewegt sich Erlangen
Wir wollen, dass alle Menschen in Erlangen bequem, günstig und umweltfreundlich von A nach B kommen. Deshalb setzen wir auf einen starken öffentlichen Nahverkehr, der mehr bietet: Mit der zeitnahen Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans legen wir den Grundstein für einen modernen und leistungsfähigen ÖPNV. Unser Ziel ist der konsequente Ausbau und die Verdichtung des Angebots.
Stadt-Umland-Bahn: Wir stehen klar zur StUB und setzen uns mit Nachdruck für die zügige Erweiterung bis Eckental (Ostast) ein.
Taktoptimierung und Anbindung: Wir optimieren die Taktzeiten im ÖPNV und setzen mehr (Express-)Busse auch zu Randzeiten ein. Das bindet auch die Stadtränder und Ortsteile gut an, denn Mobilität endet nicht an der Innenstadtgrenze.
Neue Linien und Expressbusse: Wir führen neue Linien und Expressbusse sowie zusätzliche Busbeschleunigungsspuren ein, damit niemand lange warten muss.
Citylinie & kostenlose Nutzung: Wir erhalten die beliebte Citylinie und bauen die kostenfreie ÖPNV-Nutzung im Stadtgebiet weiter aus.
Schulweg: Wir setzen uns für kostenlosen ÖPNV für Schüler:innen ein und passen Kapazitäten zu Stoßzeiten flexibel an, damit alle sicher und stressfrei ankommen.
Carsharing: Wir bauen Carsharing deutlich aus, mit speziellen E-Ladepunkten und einem Kombi-Ticket, das verschiedene Verkehrsmittel einfach und günstig kombiniert.
Innovative Mobilitätskonzepte: Gemeinsam mit regionalen Unternehmen wie Siemens und der Universität fördern wir neue Mobilitätslösungen.
Mobilitätspunkte: Wir schaffen weitere Mobilitätspunkte an zentralen Knotenpunkten, um Fahrrad- und ÖPNV-Angebote nahtlos zu verknüpfen.
Bequeme Radmitnahme: Wir erleichtern die Radmitnahme im Bus für einen reibungslosen Wechsel zwischen Rad und Bus.
E-Ladesäulen: Wir bauen E-Ladesäulen flächendeckend aus, besonders in Wohngebieten mit Mehrfamilien- und Parkhäusern.
Intelligente Vernetzung: Wir vernetzen die Speicherkapazitäten von Privathaushalten, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen intelligent miteinander.
E-Busflotte & Lastenräder: Unsere E-Busflotte wächst weiter, und Leihsysteme für Lastenräder werden ausgebaut.
Smartes Parkraummanagement: Mit smarten Systemen führen wir Autofahrer:innen gezielt zu freien Stellplätzen und verknüpfen Parkmöglichkeiten clever mit ÖPNV, Leihrädern und -rollern.
Innovation durch Open Data: Mobilitätsdaten wie ÖPNV-Abfahrtszeiten, Parkplätze und Sharing-Angebote werden als offene Daten bereitgestellt und übersichtlich angezeigt. So können auch Dritte – etwa Start-ups oder Forschungseinrichtungen – auf diese Informationen zugreifen und neue hilfreiche Anwendungen für die Erlanger:innen entwickeln.
So wird Erlangen mobil, klimafreundlich und damit zukunftssicher für alle.
Wirtschaft - Nachhaltig und innovativ wirtschaften, Erlangens Zukunft gemeinsam gestalten
Erlangen zählt heute zu den innovativsten Städten Deutschlands und genießt einen exzellenten Ruf als High-Tech- und Forschungsstandort. Die Universität, renommierte Forschungseinrichtungen, dynamische Start-ups sowie traditionsreiche Unternehmen aus IT, Handwerk und global agierenden Konzernen bilden das starke Rückgrat dieses Erfolges. Doch trotz dieser Stärken steht Erlangen vor bedeutenden Herausforderungen: Die Flächenkonkurrenz zwischen Wohnen, Gewerbe, Natur und Erholung, der Fachkräftemangel, Leerstände in der Innenstadt und der Wettbewerb mit benachbarten Städten sowie die aktuell sehr schwierige Haushaltslage.
Wir betrachten diese Herausforderungen als Chance für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung. Unsere Vision für das Jahr 2032 ist eine wirtschaftlich starke Kommune, die nachhaltiges Wachstum mit hoher Lebensqualität verbindet. Erlangen wird moderne, klimafreundliche Gewerbeflächen bieten, eine schlanke und digitale Verwaltung haben, sowie einen innovativen Verbund aus Unternehmen, Start-ups, Kreativen und Wissenschaft präsentieren. Gemeinsam meistern sie die Transformation zur Treibhausgasneutralität und positionieren Erlangen als Blaupause und Vorzeigekommune für zukunftsfähige Entwicklung. Mit einer Wirtschaftspolitik, die den städtischen Haushalt stärkt, die Umwelt schützt und Arbeiten, Wohnen, Kinderbetreuung, Biodiversität und Grünflächen eng miteinander verknüpft, bleibt Erlangen lebendig und innovativ.
Die Energie- und Wärmewende ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Erlangen und sorgt für bezahlbare Energiepreise, Planungs- und Versorgungssicherheit. Bei der Transformation setzen wir auf eine enge Partnerschaft zwischen Stadt und Wirtschaft und eine Stärkung der Allianz Klimaneutrales Erlangen.
Zentrale Anlaufstelle: Wir schaffen für alle Fragen zur klimafreundlichen Umstellung eine zentrale Anlaufstelle bei der Stadt, um Unternehmen Zeit und Geld zu sparen und Investitionssicherheit zu schaffen.
Handlungsfähige Stadtwerke: Die Erlanger Stadtwerke (ESTW) spielen als kommunale Energieversorger eine Schlüsselrolle. Sie müssen handlungsfähig bleiben und dürfen nicht als Finanzreserve für den städtischen Haushalt dienen.
Klimaneutraler Umbau: Die ESTW treiben den klimaneutralen Umbau der Fernwärme voran, z.B. mit Großwärmepumpen an der Regnitz oder einer Abwärmenutzung am neuen Rechenzentrum der FAU. Konkrete Zeitpläne für Nah- und Fernwärmenetze, Großwärmepumpen und Wärmespeicher gewährleisten Planungssicherheit.
Erneuerbare Energiesysteme: Die ESTW tragen dazu bei, dass das Potenzial an Solar- und Windenergie im und um das Stadtgebiet (z.B. Windpark Römerreuth) genutzt und mit Speichern kombiniert wird. Die Menschen und Unternehmen in Erlangen sollen vom Umbau zu erneuerbaren Energien auch wirtschaftlich profitieren - z.B. mit PV-Contracting bzw. Mieter:innenstrom.- Kreative Formen der Beratung wie Solarpartys sollen angeboten werden. Die Regelungen zum Denkmalschutz soll die Verwaltung künftig großzügig auslegen.
Beratungsausbau: Wir bauen die Beratung für Immobilienbesitzer:innen zu energetischer Sanierung, Mieter:innenstrommodellen und Förderprogrammen weiter aus. Gemeinsam mit der GEWOBAU und anderen Wohnbaugesellschaften wollen wir Mieter:innen bei der Installation von Balkonsolarkraftwerken unterstützen, um die Energiewende mit ihren Kosteneinsparungen für alle erfahrbar zu machen.
Energie- und Wärmewende sind nicht nur Klimaschutz, sondern Motor für wirtschaftliche Stärke und langfristige Versorgungssicherheit.
Fachkräfteoffensive – Talente gewinnen und halten
Die Sicherung von Fachkräften ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Erlanger Wirtschaft. Um den steigenden Bedarf in allen Bereichen zu decken, setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Hochschulen und sozialen Trägern. Ausbildungsinitiativen, duale Studiengänge und gezielte Weiterbildungen schaffen Perspektiven für Jugendliche und Quereinsteiger:innen. Ein attraktives Umfeld, eine gelebte Willkommenskultur und überzeugende Angebote für die ganze Familie: So wird Erlangen zu einer Stadt, in der Talente wachsen, sich wohlfühlen und bleiben wollen.
Faire Arbeitsbedingungen: Wir begleiten Unternehmen bei der Schaffung moderner, fairer Arbeitsbedingungen sowie beim Einsatz für Vielfalt und Weiterbildung.
Best-Practice-Orientierung: Wir orientieren uns an erfolgreichen Modellen wie dem Innovationspark KI Heilbronn, der durch starke Partnerschaften und gezielte Investitionen überzeugt.
Erlangen soll ein Magnet für Menschen mit Ideen, Können und Leidenschaft werden: ein Ort, an dem Talente bleiben wollen.
Attraktive Innenstadt
Erlangens Innenstadt ist ein lebendiger Begegnungsort. Diesen Charakter wollen wir stärken und weiter hervorheben. Dem Leerstand und den Schließungen von inhaber:innengeführten Geschäften wird wirksam begegnet. Geschäftsleute sind Partner:innen der Stadt, keine Bittsteller:innen. Dies machen wir in der Serviceorientierung und schlanken Vorgaben seitens der Stadt deutlich. Unser Leitbild ist eine Willkommenskultur für Gewerbetreibende.
Zukunftskonzept Innenstadt: Gemeinsam mit allen Akteur:innen entwickeln wir ein tragfähiges Konzept für die Innenstadt.
Einzigartiger Markenkern: Die Viertel jenseits der aktuellen Fußgängerzone - wie Schiffstraßen- und Bohlenplatzviertel - erhalten Unterstützung zur Stärkung ihres charakteristischen Profils.
Lebendige Stadt: Genehmigungen für Sondernutzungen, z. B. für Straßenfeste, Märkte oder Flächen für Außengastronomie, sollen einfach via Website beantragt werden können. Einwohner:innen und Betriebe können jederzeit digital nachsehen, wie weit ihr Antrag schon bearbeitet ist.
Wochenmarkt: Wir entwickeln den Wochenmarkt zu einem „nachhaltigen Viktualienmarkt“ mit regionalen und ökologischen Produkten weiter.
Stadtbildgestaltung: Pflanzen, Möbel und kreative Elemente verschönern das Stadtbild und sollen flexibler genehmigt werden.
Aufenthaltsqualität: Begrünung, Entsiegelung und Schwammstadt-Elemente verbessern das Klima in der Innenstadt weiter.
Verpackungssteuer: Wir führen eine Verpackungsabgabe ein, um Müll in den Straßen zu reduzieren und Kosten gerecht zu verteilen. Sollte der Freistaat Bayern das weiterhin verhindern, werden wir diese im Städteverbund einklagen.
Unsere Innenstadt ist das Herz der Stadt. Gemeinsam gestalten wir sie so, dass sie belebt, vielfältig und für die Zukunft gerüstet ist.
Smart, grün, vernetzt: Wir gestalten die Stadt von morgen
Erlangen wird Smart City, aber auf grüne Art: digital, nah am Menschen, klimagerecht. Unser Ziel ist es, moderne Technologien so einzusetzen, dass sie das Leben in unserer Stadt nachhaltiger, transparenter und lebenswerter machen. spielen eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung der Zukunft. So wird Erlangen zur echten digitalen Vorreiterin: technologisch klug, sozial eingebettet und ökologisch wirksam. Die Green Smart City von morgen beginnt heute.
Pilotprojekte ausweiten: Nach dem Projekt zur intelligenten Baumbewässerung mit einem Erlanger Start-Up wollen wir weitere Smart-City-Projekte vorantreiben, z.B. im Bereich Umweltmonitoring.
Digitale Planung: Digitale Stadtkarten und Bauanträge, die in ein datenbasiertes Stadtmodell integriert sind, ermöglichen effizientere, transparentere und zugänglichere Planungsprozesse.
Digitalisierungsbeirat: Ein  bindet Expert:innen aus der Stadtgesellschaft ein, wobei Feedback über einfache und agile Rückmeldesysteme direkt in die Weiterentwicklung einfließt.
So wird Erlangen zur echten digitalen Vorreiterin – technologisch klug, sozial eingebettet und ökologisch wirksam. Die Green Smart City von morgen beginnt heute.
Ackern fürs Klima: Lokale Landwirtschaft und nachhaltige Kreisläufe stärken
Unser Ziel ist es, Klima- und Umweltschutz, regionale Ernährungssicherheit und den Erhalt unserer Höfe durch bäuerliche, ökologische und regional verankerte Landwirtschaft zu schützen. Dabei wollen wir allen Beteiligten der Wertschöpfungskette faire Bedingungen für die Produktion von gesunden Lebensmitteln bieten – im Einklang mit Natur, Tierwohl und Klima. Wir wollen den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in der Region deutlich erhöhen.
Bevorzugte Vergabe: Kommunale Pachtflächen sollen bevorzugt an ökologisch wirtschaftende Betriebe vergeben werden.
Unterstützung ökologischer Landbau: Wir unterstützen die Umstellung auf ökologischen Landbau mit Beratungsangeboten wie Treibhausgas- und Humusbilanz-Rechnern sowie Vernetzungsmöglichkeiten.
Regionale Bio-Lebensmittel: In Kantinen und öffentlichen Einrichtungen sollen regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel zum Standard werden.
Schutz von Boden und Artenvielfalt: Äcker und Böden sollen durch den Verzicht auf Pestizide und chemisch-synthetische Düngemittel entlastet werden. Stattdessen setzen wir auf Wirtschaftsdünger aus Tierhaltung und Biogas-Gärresten aus dem direkten Umland.
Förderung von Lebensräumen: Blühstreifen, Ackerrandstreifen und Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger werden durch Förderprogramme gezielt gestärkt. Brachzeiten unterstützen wir durch Förderung von Zwischenfruchtanbau und Untersaaten.
Klimaresiliente Landwirtschaft: Wir setzen uns für eine klimaresiliente Landwirtschaft ein, die Wasser spart, Humus aufbaut und vielfältige Fruchtfolgen nutzt. Ein regionaler  soll unterstützt werden.
Faire Preise und Transparenz: Wir fördern faire Preise für Landwirt:innen und schaffen Transparenz für Verbraucher:innen, damit sie wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Neben günstigem Zugang zu Wochenmärkten und nicht-profitorientierten Läden setzen wir uns für ein regionales Franken-Label ein.
Urban Gardening & Unverpackt: Wir setzen uns weiterhin für den Erhalt von Urban Gardening und Unverpackt-Projekten ein. Regionale Landwirtschaft schützt Klima, Natur und Ernährungssicherheit und sorgt für gesunde Lebensmittel aus unserer Heimat.
Erlangen auf dem Weg zur zirkulären Stadt
Erlangen geht den Weg zur zirkulären Stadt: Gemeinsam mit allen relevanten Akteur:innen entwickeln wir eine umfassende Strategie für eine effektive Kreislaufwirtschaft. Mit der Unterzeichnung der bekennen wir uns zum europäischen Weg. Die messbaren Erfolge anderer Städte sind Vorbild: neue, sinnstiftende Arbeitsplätze, Einsparungen bei Material, Abfall und Emissionen. Die Kreislaufwirtschaft bietet Lösungen für viele der großen Herausforderungen unserer Zeit.
Rücknahme & Reparatur: Wir etablieren ein Rücknahmeprogramm für Smartphones und erweitern Reparaturangebote. Zudem unterstützen wir die Nutzung von Mehrweg-Angeboten.
Förderung zirkulärer Modelle: Zirkuläre Geschäftsmodelle fördern wir gezielt und führen Standards für zirkuläres Bauen ein.
Bioabfallverwertung: Die Bioabfalltrennung und -verwertung bauen wir weiter aus.
Kreislaufwirtschaft in der Stadt: Auch bei städtischen Beschaffungsvorgängen setzen wir auf Kreislaufwirtschaft.
Online-Plattform: Eine zentrale Online-Plattform für alle zirkulären Aktivitäten in Erlangen macht Erfolge sichtbar und fördert die Vernetzung.
Packen wir es an und schließen den Kreis: Kreislaufwirtschaft spart Ressourcen, schafft Jobs und macht Erlangen unabhängiger.
Zukunft einkaufen: Wandel durch nachhaltige Beschaffung
Nachhaltige Beschaffung ist ein kraftvoller Hebel für kommunalen Klimaschutz, Ressourcenschonung und regionale Wertschöpfung. Wir wollen die Stadt als Vorbild für nachhaltige Wirtschaftskreisläufe etablieren und faire, umweltfreundliche Standards auf dem Beschaffungsmarkt stärken. Die Einhaltung der Kriterien wird transparent dokumentiert und weiterentwickelt. So wird Beschaffung zum strategischen Instrument für die sozial-ökologische Transformation.
Sanierung & Umnutzung: Statt neu zu bauen, setzen wir so oft wie möglich auf Sanierung und Umnutzung des Gebäudebestands. Wo Neubauten unvermeidbar sind, legen wir verbindliche Kreislaufkriterien fest, so wie vom Klima-Aufbruch empfohlen.
: Bei Infrastrukturprojekten, etwa Beleuchtung oder Ausstattung, setzen wir auf das Konzept „product-as-a-service“, um Anbieter:innen zu langlebigen und wartungsarmen Produkten zu motivieren und Ressourcen zu schonen.
Zirkuläre Beschaffung: Unsere zirkuläre Beschaffungsstrategie mit ökologischen und sozialen Kriterien gilt selbstverständlich auch bei der Vergabe von Dienstleistungen und Waren.
Nachhaltige Verpflegung: Wir fördern regionale, saisonale und ökologische Lebensmittel, reduzieren Verpackungsmüll und bieten verstärkt pflanzliche, klimafreundliche Menüs in städtischen Einrichtungen an. Lebensmittelverschwendung soll durch smarte Planung und Verwertung deutlich sinken.
So wird Beschaffung zum strategischen Instrument. Mit jedem Einkauf kann die Stadt ein Zeichen für Klimaschutz, Fairness und regionale Wertschöpfung setzen.
Innovationsschmiede Erlangen: Gemeinsam stärker durch effektive Vernetzung
Erlangen hat enormes Potenzial, durch die enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft nachhaltige, digitale und soziale Innovationen voranzubringen.
Gründungszentren ausbauen: Mit dem Ausbau von Gründungszentren wie dem Medical Valley EMN e.V. unterstützen wir Start-ups, Forschung und Unternehmen gezielt bei Fragen, Finanzierung und Flächen.
Kommunale Innovationslabore: In „kommunalen Innovationslaboren“ testen Einwohner:innen, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam neue Konzepte zu nachhaltiger Energie, Mobilität, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung.
Navigator für Gründer:innen: Ein Navigator begleitet Gründer:innen und Unternehmen mit Checklisten, Vorlagen, Best-Practice-Beispielen, Rechtsberatung und persönlichen Ansprechpartner:innen durch komplexe Zulassungsprozesse.
Fachkräfte langfristig sichern: Wir streben den Aufbau eines kommunalen Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramms für Nachhaltigkeitstechnologien und Medizintechnik-Regulatorik an, in Kooperation mit Universität, Virtueller Hochschule Bayern und Unternehmen. Zertifikatslehrgänge und duale Studiengänge mit Fokus auf Nachhaltigkeit und ethischen Innovationen sollen praxisnah Fachkräfte qualifizieren.
Nach dem Motto „Laborkittel trifft Anzug“ ist uns der Austausch von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung besonders wichtig. Unser Ziel: als Stadt Vertrauen schaffen, kreative Energie bündeln und eine nachhaltige Zukunft gemeinsam gestalten.
Effektive Gesellschaftspolitik lebt von reger Kommunikation
Wir wollen eine Stadt, in der jeder Mensch teilhaben kann, mit allen seinen Stärken, Schwächen und individuellen Bedürfnissen. Eine Stadt, die niemanden zurücklässt. Eine Stadt, die Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern als Bereicherung sieht. Es geht um das Herzstück unserer demokratischen Gesellschaft: echte Teilhabe für alle, in jedem Alter.
Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir im Gespräch bleiben und konstruktive Kritik nicht verstummt. Eine lebendige Gesellschaftspolitik lebt vom offenen Austausch unterschiedlicher Perspektiven und genau darauf sind auch wir in der Politik angewiesen. Deshalb laden wir euch, liebe Erlanger:innen, herzlich ein, euch weiterhin aktiv einzubringen und mitzudiskutieren. Denn nur gemeinsam können wir wirklich etwas bewegen. #HIERFÜRSWIR
Der Klimahaushalt ist die Maßnahme S3 aus dem Klima-Aufbruch. Er dient als strategisches Steuerungsinstrument, das Emissionen von städtischen Akteur:innen mithilfe von CO2-Budgets sichtbar macht. So können auf einer fundierten Informationsbasis klimagerechte Entscheidungen getroffen werden.
Kreislaufwirtschaft
In der Kreislaufwirtschaft werden Produkte und Materialien so lange wie möglich genutzt und recycelt. Ziel ist es, Abfall zu minimieren, Ressourcen im Wirtschaftskreislauf zu halten und die Lebensdauer von Produkten zu verlängern.
Bei einer Entsiegelung wird zugebaute Bodenfläche wie z. B. Asphalt entfernt, damit Wasser wieder versickern und Pflanzen wachsen können. Grünflächen wirken kühlend und schützen vor Überhitzung in der Stadt.
Frisch- und Kaltluftschneisen
Frisch- und Kaltluftschneisen sind offene, meist grüne Flächen oder Wege, durch die kühle und saubere Luft aus dem Umland in die Stadt strömen kann, um bei Hitze die Lufttemperatur zu senken und die Luftqualität zu verbessern.
Schwammstadt
Das Konzept Schwammstadt dient der Anpassung an die Klimafolgen. Um Erlangen vor Hitze und Trockenheit, Starkregen und Überflutungen zu schützen, wird Niederschlagswasser gespeichert und verzögert wieder abgegeben.
Urban Gardening
Urban Gardening bezeichnet den Anbau von Pflanzen in der Stadt, meist auf Balkonen, Dächern oder Gemeinschaftsflächen, um begrenzten Raum nachhaltig zu nutzen und die Stadt zu begrünen.
Finanzlücke und die fehlende Genehmigung des Haushalts
2024 ist die Gewerbesteuer in Erlangen massiv eingebrochen. Ca. 220 Millionen € wurde an Gewerbesteuereinnahmen prognostiziert. Stattdessen kamen nur 71 Millionen € in die Stadtkasse. Durch das massive Minus im städtischen Haushalt hat die Regierung von Mittelfranken den Haushalt in Erlangen für das Jahr 2025 nicht genehmigt. Es gilt die vorläufige Haushaltsführung, wodurch nur für zwingend notwendige Maßnahmen Gelder ausgegeben werden dürfen.
Gewerbe- und Einkommensteuer
Gewerbe- und Einkommensteuer sind die zwei wichtigsten Einkommensquellen unserer Stadt, und machen zusammen ca. 80 % des Steueraufkommens aus. Bei der Gewerbesteuer sind wir stark von wenigen großen Unternehmen abhängig.
serielle Gebäudesanierung
Bei der seriellen Gebäudesanierung werden Bauteile zur Dämmung von Gebäuden passgenau in einer Fabrik vorgefertigt und dann vor Ort nur noch an die bestehenden Gebäude montiert. Dies bietet sich vor allem bei einem Gebäudebestand mit vielen gleichförmigen Gebäuden, wie bei der GEWOBAU, an. Bewohner:innen können während der Sanierung in ihren Wohnungen bleiben und werden weniger belastet als bei der herkömmlichen energetischen Sanierung.
Co-Housing- und Mehrgenerationenprojekte sowie Clusterwohnungen
Diese Wohnformen bieten sowohl private, unterschiedlich große Einheiten für Einzelpersonen, Wohngemeinschaften (WGs) und Familien als auch gemeinschaftlich genutzte Räume. Dadurch können Menschen im Vergleich zum regulären Wohnungsmarkt kostengünstiger wohnen. Sie fördern den Austausch im Alltag und ermöglichen es, Wohnflächen flexibel an veränderte Lebensphasen anzupassen – etwa, wenn Kinder ausziehen.
Berliner Modell
Alleinerziehenden-WGs nach dem Berliner Modell sind Clusterwohnungen mit angeschlossenen "Hilfen zur Erziehung" (§ 27 Abs. 2 SGB VIII), in denen Alleinerziehende mit ihren Kindern wohnen und sozialpädagogische Unterstützung erhalten. Ziel ist es, den Eltern den Alltag zu erleichtern, ihre Selbstständigkeit zu stärken und ihnen Ausbildung, Schule oder Beruf zu ermöglichen.
Zweckentfremdungsverbotsssatzung
Auf Grüne Initiative hin gilt in Erlangen bereits eine Zweckentfremdungsverbotssatzung. Sie regelt, dass Wohnraum in Erlangen nicht für andere Zwecke, also z.B. kommerzielle Vermietung, genutzt werden darf, und auch Leerstand von Wohnraum ohne Grund über längere Zeit ist verboten. Seit Erlass wurden jedes Jahr über 30 Wohnungen dem Wohnungsmarkt zurückgegeben. Würde die Stadt diese Wohnungen selbst bauen, hätte dies über 9 Millionen Euro pro Jahr gekostet. Dieses wirksame Instrument werden wir weiter ausbauen.
Open-Source-Software
Open-Source-Software hat einen öffentlich zugänglichen Quellcode, d. h. ihre zugrundeliegende Struktur kann frei genutzt, angepasst und weiterverbreitet werden. Dadurch ist man unabhängiger von einzelnen Konzernen und hat mehr demokratische Kontrolle über die Software. Das ist günstiger und transparenter zugleich.
Bei den genutzten Losverfahren wurden Erlanger Personen anhand festgelegter Kriterien - wie Geschlecht, Wohnort oder Alter - gelost, um die Erlanger Stadtbevölkerung zu repräsentieren.
praxis-integrierte Ausbildung (PiA)
Die PiA ist eine Ausbildungsform, bei der die Auszubildenden von Anfang an unter der Woche sowohl in einer praktischen Einrichtung eingesetzt sind, als auch die Fachschule besuchen.
Barrierearmut
Warum Barrierearmut und nicht Barrierefreiheit? Was Barrierefreiheit heißt, ist im Behindertengleichstellungsgesetz definiert und weist erhebliche Lücken auf. Es beschränkt sich nicht nur auf technische und materielle Hilfsmittel wie Leitstreifen oder Aufzüge, sondern verschleiert auch, dass manche Menschen nur mit einer Assistenz vollständig teilhaben können. Der Begriff Barrierearmut soll genau darauf aufmerksam machen. Das Ziel bleibt aber das gleiche: Teilhabe und Autonomie für alle Menschen.
Qualitätsstandards der deutschen Gesellschaft für Ernährung
Das Erlanger Modell der optimierten Lernförderung läuft über die Volkshochschule und soll Kinder aus einkommensschwachen Familien gezielt unterstützen und so für eine soziale Gleichstellung sorgen.
Inklusive Region
Inklusive Regionen sollen eine bessere Vernetzung zwischen inner- und außerschulischen Akteur:innen bieten, um passgenauerer Bildungsangebote für alle Schüler:innen und gemeinsamen Unterricht zu schaffen.
Jugendgipfels 2023
Auf Beschluss des Stadtrates wurde 2023 der erste Erlanger Kinder- und Jugendgipfel vom Stadtjugendring veranstaltet. Dieser war als großes Beteiligungsprojekt angelegt. Daraus wurden 10 Handlungsempfehlungen an die Erlanger Politik abgeleitet, die von der Schaffung attraktiver Aufenthaltsplätze bis zum Ausbau von inklusiven und niederschwelligen Angeboten bei Ferienbetreuung und in Vereinen reichen. Alle Ergebnisse und das Gipfelbuch zum Download gibt es hier: https://kinder-jugendgipfel.de/ (fnet in neuem Tab)
Bibliothek der Dinge
In Bibliotheken der Dinge können ganz im Sinne einer teilenden Gesellschaft Alltagsgegenstände wie Sportgeräte oder Werkzeuge geliehen werden.
ErlangenPass und ErlangenPass Plus
In Bibliotheken der Dinge können ganz im Sinne einer teilenden Gesellschaft Alltagsgegenstände wie Sportgeräte oder Werkzeuge geliehen werden.
Verkehrsentwicklungsplans (VEP)
Der „Verkehrsentwicklungs- und Mobilitätsplan 2030“ stellt einen Plan dar, der die wichtigen Mobilitätsthemen für Erlangen erfasst und für die Zukunft fortschreibt. Besonderes Augenmerk legt der Plan auf die Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer*innen und die umweltfreundliche Gestaltung der Mobilität. Der VEP basiert neben Datenerhebungen und Analysen auf einer intensiven Beteiligung von Bürger:innen, Vereinen und Verbänden, die sich intensiv in die Entwicklung eingebracht haben.Mehr dazu hier: https://erlangen.de/aktuelles/vep (fnet in neuem Tab)
Beim ADFC-Fahrradklima-Test wollen wir mit „Gut“ abschneiden
Der ADFC führt regelmäßig Befragungen der Radfahrenden zur Zufriedenheit der Radinfrastruktur vor Ort durch. Damit Erlangen mit „Gut“ abschneiden kann, sind folgende Maßnahmen notwendig. Alle Ergebnisse und mehr Infos gibt’s hier: https://fahrradklima-test.adfc.de/ (fnet in neuem Tab)
Superblocks
Ein Superblock umfasst einige wenige Häuserblocks, in deren Bereich der Autoverkehr gezielt beruhigt wird: Diagonalsperren und Einbahnregelungen verhindern den Durchgangsverkehr, Autos dürfen nur noch langsam ein- und ausfahren. So entsteht Raum für Menschen statt Autos mit mehr Ruhe, sauberer Luft und lebendigem Miteinander.
Regnitzstadt
Die Regnitzstadt ist ein Stadtentwicklungsprojekt am Großparkplatz. Dort entsteht ein neues Stadtquartier, welches vielfältig genutzt und lebendig gestaltet werden soll.
Digitale Zwillinge
Digitale Zwillinge sind virtuelle Repräsentationen eines Objekts aus der realen Welt. Für Erlangen bedeutet das, ein virtuelles Abbild unserer Stadt auf Basis von Daten im Computer nachzubauen.
Digitalisierungs- und Innovationsbeirat
Augsburg liegt in Bayern auf Nummer 1, was Digitalisierung betrifft. Das liegt auch an dem Digitalrat, der dort aus Unternehmen, Forschung und Organisationen der Stadt besteht. Der Digitalrat bietet eine Austauschplattform und gibt Empfehlungen ab.
Humus-Zertifikatshandel nach dem Vorbild der Ökoregion Kaindorf
In Kaindorf (Steiermark/Österreich) bauen Landwirt:innen gezielt Humus auf, binden damit CO2 und erhalten für diese Klimaschutzleistung Zertifikate, die sie weiterverkaufen können. Dies bedeutet eine Kombination aus Klimaschutz, wertvollen Bodenaufbau und einer zusätzlichen Einnahmequelle.
European Circular Cities Declaration
Mit der Europäische Erklärung für Kreislaufstädte verpflichten sich Städte, Ressourcen effizient zu nutzen, sie lange im Kreislauf zu halten und Abfälle zu minimieren. Zudem bietet der Zusammenschluss ein wertvolles Netzwerk. Mehr dazu: https://circularcitiesdeclaration.eu/ (fnet in neuem Tab)
Product-as-a-Service
Bei diesem Konzept kauft man nicht einfach nur ein Produkt, sondern auch die Serviceleistung in einer Art Abomodell ein. Anbieter:innen müssen auch nach dem Kauf unterstützend zur Seite stehen und erhalten im Gegenzug fortlaufende Geldzahlungen.