Bildung und Familie – Chancen schaffen, Zukunft sichern
Wir gestalten ein Erlangen, in dem Kinder sicher aufwachsen, Jugendliche mitbestimmen, Familien unterstützt und ältere Menschen würdevoll begleitet werden. Um für die Auswirkungen des eigenen Handelns zu sensibilisieren, stärken wir Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bereichen.
Unsere Vision ist eine lebendige, solidarische Stadt, in der Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe für alle und das Kindeswohl im Mittelpunkt stehen. Familien und Sorgearbeit – ob privat oder professionell – bilden das Fundament für gesellschaftlichen Zusammenhalt.Â
Von Anfang an: Frühkindliche Bildung als Herzstück
Die ersten Lebensjahre prägen ein Kind für das ganze Leben. Hier werden Weichen gestellt – für soziale Kompetenz und für Freude am Lernen. Chancengerechtigkeit in der frühkindlichen Bildung hat deshalb für uns Priorität. Außerdem wollen wir auch Kinder an demokratischen Prozessen beteiligen. Unser Ziel ist es, jede bestehende Kindertagesstätte (Kita) in Erlangen zu einem förderlichen und anregenden Ort für unsere Kinder zu gestalten und sie bei Bedarf weiter auszubauen.
Betreuungsschlüssel verbessern: Ein guter Personalschlüssel ist entscheidend für die Qualität in Kitas. Daher werden wir durch die Einstellung zusätzlicher Fachkräfte die Erzieher:innen entlasten und die pädagogische Arbeit verbessern.
Ausbildung stärken: Wir wollen in Erlangen in Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen der Region eine Fachakademie für Erzieher:innen aufbauen, die  ausbauen und Quereinstiege durch Teilzeitmodelle erleichtern.
Gleichwertige Förderung aller Träger: Städtische und freie Träger leisten gemeinsam wertvolle Arbeit. Entsprechend unterstützen wir sie fair und partnerschaftlich statt im Wettbewerb.
Kitas als Familienzentren: Kitas sollen Bildungsorte und zugleich verlässliche Anlaufstellen für Familien im Stadtteil sein.
Inklusion vorantreiben: Inklusive Plätze in städtischen Einrichtungen müssen gezielt gefördert und ausgebaut werden, um Teilhabe und Vielfalt im Alltag der Kinder zu sichern. Inklusion bedeutet für uns mehr als nur . Wohnortnahe Bildung und Betreuung: Kurze Wege und ein stabiles Umfeld sind gerade für kleinere Kinder besonders wichtig, um nach und nach ihre Umwelt zu erobern. Daher schaffen wir Betreuungsangebote in jedem Stadtteil und ermöglichen so die Stärkung sozialer Bindungen und Netzwerke, Sicherheit, Orientierung und wachsende Selbständigkeit.
Bedarfsgerechte Betreuungszeiten: Früh- und Spätbetreuung bauen wir den Bedarfen von Kindern und Eltern entsprechend weiter aus.
Kulturelle Angebote: Kulturelle Bildung für alle gehört für uns von Anfang an ganz selbstverständlich dazu. Daher werden wir die Zusammenarbeit von frühkindlichen Bildungseinrichtungen und Musikschule sowie Jugendkunstschule intensivieren.
Natur-, Wald und Erlebnispädagogik: Natürliche Lebensumgebungen sind die besten Garanten für eine frühe und natürliche Umweltbildung und für eine gesunde und kindgerechte Entwicklung. Wald- und Naturkindergärten sowie ähnliche Konzepte stärken wir daher gezielt.
Lernort Natur: Wir fördern altersgerechtes Spielen und Lernen in der Natur. Daher erhalten alle Kitas und Schulen Zugang zu grünen Freiflächen mit Baumbestand.
Wir schaffen für jedes Kind einen guten Start ins Leben – mit sicheren, inspirierenden Lernorten, die Freude am Entdecken wecken und Familien stärken.
Für eine Schullandschaft, die alle mitnimmt
Unsere Stadt wächst und damit auch der Bedarf an Schulplätzen. Wir stehen für eine vorausschauende Bildungsplanung ein, die die demografischen Entwicklungen ernst nimmt und rechtzeitig handelt. Bildung ist der Schlüssel zu einer gerechteren, nachhaltigeren und demokratischen Zukunft. Unsere Kinder verbringen einen Großteil ihrer Jugend in der Schule. Diese Lebensräume müssen zu noch attraktiveren, inklusiven Lern- und Begegnungsorten und zu Vorbildern für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimaanpassung werden. Vorhandene Fördermöglichkeiten für Baumaßnahmen müssen gezielter und in deutlich größerem Umfang genutzt werden als bisher, um dem Sanierungsstau besonders im Grundschulbereich zu begegnen. Schulen in Stadtteilen mit größeren Herausforderungen benötigen auch größere Aufmerksamkeit und mehr Ressourcen.
Jugendsozialarbeit an jeder Schule: Kinder und Jugendliche brauchen in der Schule mehr als nur Unterricht. Sie brauchen auch Ansprechpartner:innen, die ihnen bei persönlichen, sozialen und familiären Herausforderungen zur Seite stehen – deshalb machen wir uns stark für den Zugang zu Jugendsozialarbeit an jeder Erlanger Schule. Schutzkonzepte gegen Gewalt: Wir verankern flächendeckend Schutzkonzepte an allen Schulen, um Präventionsmaßnahmen und Betroffene von Gewalt strukturell zu stärken. Ganztag qualitätsvoll ausbauen: Ab dem Schuljahr 2026/27 beginnt das Recht auf schulische Ganztagsbildung und -betreuung. Der Ganztag ist mehr als verlängerte Unterrichtszeit. Er bietet die Chance, Schule neu zu gestalten. Wir setzen uns für den qualitätvollen Ausbau des Ganztags ein. Verlässliche Ferienbetreuung: Wir bauen die Ferienbetreuung für Schulkinder aus und sichern sie rechtlich ab, um Familien echte Planungssicherheit zu geben. Gesundes Schulessen: Wir sorgen für ausgewogene Verpflegung, setzen die  verbindlich um und fordern einen zunehmenden Anteil an bio-regionalen Lebensmitteln in allen Einrichtungen gemäß dem Fahrplan Klimaaufbruch. Chancengleichheit fördern: Wir bauen die  weiter aus, damit jedes Kind die gleichen Bildungschancen hat. Eltern gezielt unterstützen: Wir schaffen Beratungsstellen direkt an Schulen, die Eltern Orientierung geben und frühzeitig unterstützen. Kommunikation verbessern: Wir stärken den Austausch zwischen Verwaltung, Schulen, Eltern und weiteren Akteur:innen, um die Zusammenarbeit transparenter und effizienter zu gestalten. Versprechen auf Inklusion einlösen: Um unsere inklusive Bildungslandschaft strukturiert weiterzuentwickeln, Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen zu erleichtern und von den Erfahrungen anderer Regionen zu profitieren, bewirbt sich Erlangen beim Landesprogramm "" und erhält so wertvolle Unterstützung. Schulsanierungsplan überdenken: Angesichts der aktuellen Haushaltslage überprüfen wir die Priorisierung im Schulsanierungsprogramm. Dabei werden wir soziale Aspekte, Inklusion und Integration besonders berücksichtigen. Zukunftsfähige Schulgebäude: Wir setzen uns für Schulen als hochwertige Lebens- und Lernräume ein, in denen Nachhaltigkeit selbstverständlich ist – mit Fassadenbegrünung, Solaranlagen und Flächenentsiegelung als festen Bestandteilen. Mehr IT-Support an Schulen: Schulen brauchen in ihrem zunehmend digitalen Alltag professionelle Unterstützung, daher stellen wir mehr IT-Fachkräfte und Administrator:innen dazu bereit. Kooperationen ausbauen: Um vielfältige Lern- und Entwicklungschancen zu fördern, vernetzen wir Schulen stärker mit Kultureinrichtungen, Vereinen und Bildungsanbieter:innen. BNE und Umweltbildung stärken: Wir machen Schulen zu Lernorten für Zukunftsfähigkeit, indem wir Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umweltprojekte gezielt im Schulalltag integrieren. Wir stärken zudem die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Bildung für Umwelt und Nachhaltigkeit Erlangen.
Wir gestalten Schulen als lebendige Orte, an denen alle Kinder und Jugendlichen ihre Talente entfalten, sich wohlfühlen und gemeinsam Zukunft gestalten.
Jugend ernst nehmen – Zukunft gemeinsam gestalten
In Zeiten, in denen demokratische Werte offen angegriffen werden, ist Demokratiebildung wichtiger denn je. Wir verstehen sie als Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft und werden die Kooperation zwischen allen Akteur:innen stärken. Besonders am Herzen liegt uns die Jugendbeteiligung.
Mehr Raum für Jugend: Öffentliche Orte gestalten wir als sichere Räume zum Treffen, Lernen und Gestalten, ohne Konsumzwang. Dazu statten wir unter anderem Jugendclubs mit mehr Personal und flexibleren Förderstrukturen aus.
Naherholung für alle: Naherholungsgebiete machen wir für Jugendliche und Familien ohne Auto gut erreichbar – durch einen besseren, mitgedachten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Sport, Spiel und Grünflächen in der ganzen Stadt: Wir errichten wohnortnahe, gut ausgestattete Sport- und Spielflächen in allen Stadtteilen – für Kinder und Jugendliche jeder Altersgruppe. Im Zuge der Klimaanpassung werden diese Orte mit schattenspendenden Bäumen bepflanzt. Auch Wasserspielplätze tragen zur Kühlung bei. Die Gestaltung von öffentlichen Räumen mit Wasserläufen und Wasserspielen schafft Anziehungs- und Erlebnisräume.
Ein starkes Jugendparlament: Dem Jugendparlament geben wir mehr Handlungsspielraum, echte Mitbestimmung und ein reformiertes Wahlverfahren, damit junge Stimmen mehr Gewicht bekommen.
Jugendbeteiligung ernst nehmen: Jugendbeteiligung verankern wir als Querschnittsaufgabe und Grundhaltung in der Stadtverwaltung. Junge Menschen sollen mitsprechen und mitgestalten können. Die Ergebnisse des wollen wir gemeinsam mit dem Stadtjugendring in die Umsetzung bringen.
Digital denken, jugendgerecht handeln: Digitale Angebote entwickeln wir so, dass sie junge Menschen wirklich erreichen – mit echter Ansprache auf Augenhöhe und orientiert an ihrer Lebenswelt.
Bibliotheken für junge Menschen: Wir schaffen eine moderne Kinder- und Jugendbibliothek, eine „“ und offene Treffpunkte zur freien, selbstbestimmten Nutzung.
Wir geben jungen Menschen Raum, Stimme und Verantwortung – weil ihre Ideen und ihr Engagement unsere Stadt lebendig und zukunftsfähig machen.
Stadt für alle – Gemeinschaft leben
Erlangen ist unser Zuhause – ein Ort, an dem wir gemeinsam leben, lieben und wachsen. Damit sich hier alle wohlfühlen, müssen wir unsere Stadt mit allen und für alle planen: Nicht mit dem autozentrierten Blick durch die Windschutzscheibe, sondern für die unterschiedlichen Lebensweisen und Bedürfnisse von Frauen, Männern und Nicht-Binären, Jungen und Alten, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Kinder brauchen sichere Spielplätze und Platz zum Entdecken der Natur, Ältere schattige Bänke zum Ausruhen. Familien brauchen Raum zum Wohnen, verlässliche Unterstützung in schwierigen Zeiten und sichere Wege für ihre Mobilität. Wir sehen die Herausforderungen, vor denen viele stehen – von der Suche nach bezahlbarem Wohnraum bis zur Schaffung von Orten, an denen Gemeinschaft entstehen kann.
Alleinerziehende stärken: Wir fördern gezielt Projekte für Alleinerziehende wie „Mama Mia“ und das Zentrum für Alleinerziehende, damit niemand den Alltag allein stemmen muss.
ErlangenPass weiterentwickeln: Den  bauen wir aus, damit Teilhabe keine Frage des Geldbeutels ist.
Inklusion vernetzen: Inklusion denken wir weiter und stärken die Zusammenarbeit aller Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigung.
Familienbeirat einrichten: Um Familien eine starke Stimme in der Stadtpolitik zu geben, gründen wir einen unabhängigen Beirat mit echter Mitbestimmung.
Kinder- und familiengerechte Räume schaffen: Öffentliche Räume gestalten wir von Anfang an kinder- und familienfreundlich und denken dies unter Einbindung von Interessensvertretungen in jeder Bau- und Verkehrsplanung mit.
Gendergerechte und feministische Stadtplanung: Wir konzipieren die Stadt aus den Perspektiven aller Geschlechter und schaffen so mehr Sicherheit und Selbstbestimmung, insbesondere für Frauen. Lebendige, sozial gemischte Quartiere bilden dafür die Grundlage.
Begegnungsorte fördern: Neben gemeinschaftlichen Wohnformen schaffen wir auch Gärten und Begegnungsstätten, in denen sich Jung und Alt sowie Menschen mit und ohne Behinderung gegenseitig unterstützen.
Senior:innenbildung ausbauen: Mit der Stärkung des Senior:innenbildungsprogramms fördern wir lebenslanges Lernen und soziale Teilhabe.
Wir planen unsere Stadt so, dass alle Menschen darin ihren Platz finden – mit Räumen, die Begegnung fördern, Sicherheit geben und Lebensfreude ermöglichen.Â
Die PiA ist eine Ausbildungsform, bei der die Auszubildenden von Anfang an unter der Woche sowohl in einer praktischen Einrichtung eingesetzt sind, als auch die Fachschule besuchen.
Barrierearmut
Warum Barrierearmut und nicht Barrierefreiheit? Was Barrierefreiheit heißt, ist im Behindertengleichstellungsgesetz definiert und weist erhebliche Lücken auf. Es beschränkt sich nicht nur auf technische und materielle Hilfsmittel wie Leitstreifen oder Aufzüge, sondern verschleiert auch, dass manche Menschen nur mit einer Assistenz vollständig teilhaben können. Der Begriff Barrierearmut soll genau darauf aufmerksam machen. Das Ziel bleibt aber das gleiche: Teilhabe und Autonomie für alle Menschen.
Qualitätsstandards der deutschen Gesellschaft für Ernährung
Das Erlanger Modell der optimierten Lernförderung läuft über die Volkshochschule und soll Kinder aus einkommensschwachen Familien gezielt unterstützen und so für eine soziale Gleichstellung sorgen.
Inklusive Region
Inklusive Regionen sollen eine bessere Vernetzung zwischen inner- und außerschulischen Akteur:innen bieten, um passgenauerer Bildungsangebote für alle Schüler:innen und gemeinsamen Unterricht zu schaffen.
Jugendgipfels 2023
Auf Beschluss des Stadtrates wurde 2023 der erste Erlanger Kinder- und Jugendgipfel vom Stadtjugendring veranstaltet. Dieser war als großes Beteiligungsprojekt angelegt. Daraus wurden 10 Handlungsempfehlungen an die Erlanger Politik abgeleitet, die von der Schaffung attraktiver Aufenthaltsplätze bis zum Ausbau von inklusiven und niederschwelligen Angeboten bei Ferienbetreuung und in Vereinen reichen. Alle Ergebnisse und das Gipfelbuch zum Download gibt es hier: https://kinder-jugendgipfel.de/ (fnet in neuem Tab)
Bibliothek der Dinge
In Bibliotheken der Dinge können ganz im Sinne einer teilenden Gesellschaft Alltagsgegenstände wie Sportgeräte oder Werkzeuge geliehen werden.
ErlangenPass und ErlangenPass Plus
In Bibliotheken der Dinge können ganz im Sinne einer teilenden Gesellschaft Alltagsgegenstände wie Sportgeräte oder Werkzeuge geliehen werden.